Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Tschüss, altes Berghotel Schwägalp

Tränen werden keine vergossen. Doch etliche Leute halten den Moment der beginnenden Abbrucharbeiten beim alten Berghotel Schwägalp mit ihren Natels fest. Im Sommer soll anstelle des Hotels eine Alpwiese blühen.
Roger Fuchs
Michael Wehrli, Technischer Betriebsleiter bei der Säntis-Schwebebahn AG, und Geschäftsführer Bruno Vattioni verfolgen den Start der Abbrucharbeiten. Vattioni freut sich auf die baldige Alpwiese. Wehrli ist einfach nur froh, dass die Haustechnik bis zum bitteren Ende durchhielt. (Bild: Roger Fuchs)

Michael Wehrli, Technischer Betriebsleiter bei der Säntis-Schwebebahn AG, und Geschäftsführer Bruno Vattioni verfolgen den Start der Abbrucharbeiten. Vattioni freut sich auf die baldige Alpwiese. Wehrli ist einfach nur froh, dass die Haustechnik bis zum bitteren Ende durchhielt. (Bild: Roger Fuchs)

SCHWÄGALP. Das war es dann. Das alte Berghotel auf der Schwägalp wird seit gestern abgerissen. Damit endet die Geschichte eines Hotels, das auf der Website «HolidayCheck» unter anderem als Gebäude mit viel Charme bewertet wird. Dies auch wenn die Zimmer und sanitären Anlagen nicht mehr ganz zeitgemäss gewesen seien.

Seit Ende letzten Jahres ist das neue Berghotel nebenan in Betrieb. Der alte Bau hatte 80 Jahre lang seine Dienste geleistet. Direkt angebaut an diesen war die ehemalige Seilbahnstation. 1974 allerdings wurden die technischen Anlagen der Säntisbahn erneuert und dabei nach Südwesten in eine neue Talstation verlegt. Die alte, nicht mehr genutzte Talstation wurde zu Hotelräumlichkeiten umgenutzt. Einzig das schräge Dach des besagten Gebäudeteils lässt noch erahnen, dass dort einmal Seilbahnkabinen ein- und ausfuhren.

Abbruch gehört zum Business

Schon bald wird von all dem nichts mehr zu sehen sein. Nach der Versteigerung des Mobiliars erfolgte gestern der Startschuss zum endgültigen Abbruch. Verantwortlich dafür ist die in Herisau ansässige Bauunternehmung Aemisegger AG. «In meiner Brust schlagen zwei Herzen», sagt Geschäftsführer Werner Aemisegger. Wie viele andere Menschen verbinde auch er zahlreiche Erinnerungen mit dem bisherigen Berghotel. Zum anderen sei der Abbruch von Häusern ein Teil seines Business. «Bis Ende April müssen wir mit den Arbeiten fertig sein», sagt Aemisegger zum Zeitplan.

Verfolgt wird der Start der Abbrucharbeiten unter anderem von Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn AG, und von Michael Wehrli, dem Bereichsleiter Technik. «Bei mir herrscht keine Trauer, sondern Freude darüber, dass das Gebäude wegkommt», so Vattioni. Schon in einigen Monaten soll hier schönste Alpwiese wachsen und die Schwägalp zu einem Ort machen, wie er zuvor nie schöner war.

Dass die Menschen Erinnerungen mit dem Bau verbinden, ist gemäss Bruno Vattioni verständlich. Alle heute Lebenden hätten bislang auch nichts anderes gekannt. Es gebe denn auch Mitarbeitende, die seit dem Umzug in den Neubau das alte Haus nie mehr betreten hätten. «Sie wollten es so in Erinnerung behalten, wie sie es gekannt haben.»

Offizielles Einweihungsfest

Michael Wehrli ist einfach nur froh, dass die technischen Anlagen bis zum Schluss durchhielten. Durch die technische Brille betrachtet sei es nicht schade, dass das Gebäude jetzt abgebrochen werde. Vom 1. bis 3. Juni wird es ein offizielles Einweihungsfest der neuen Schwägalp geben. Gleichzeitig will man gemäss Bruno Vattioni die Festivitäten nutzen, um den langjährigen Verwaltungsratspräsidenten der Säntis-Schwebebahn AG, Hans Höhener, gebührend zu verabschieden. Am 24. Juni tritt Höhener an der Generalversammlung zurück.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.