Trotz Regen Menschen bewegen

Interne Gerätemeisterschaft des TSV Wattwil in der Grüenauturnhalle in Wattwil Für die einen ist der Wettkampf des Jahres der Zeitpunkt, ihr Bestes zu geben, ihr Bestes zu zeigen.

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Interne Gerätemeisterschaft des TSV Wattwil in der Grüenauturnhalle in Wattwil

Für die einen ist der Wettkampf des Jahres der Zeitpunkt, ihr Bestes zu geben, ihr Bestes zu zeigen. Für die einen ist es das erste Mal, dass sie vor Publikum stehen, vor Publikum turnen. Für andere ist es ein Wettkampf wie jeder andere, vielleicht sogar einer ohne grosse Bedeutung.

Und trotzdem wenn man auf dem Platz steht, wenn die Spannung wächst, die Konzentration steigt und man seine Übung turnt, spätestens da merkt man wie wichtig einem das Turnen ist. Und man gibt alles.

Gut geturnt trotz Nervosität

Wie jedes Jahr trudelten unsere kleinen Nachzügler am späten Morgen in der Grüenau-Turnhalle ein. Sie waren sehr eifrig, was das herumspringen anbelangte, leider nicht dergleichen, als es ums Aufstellen ging. Das wurde ihnen aber verziehen.

Auch beim Einturnen kurvten die Kinder wie Weltmeister in der Halle umher. Völlige Spannung dann dafür beim Dehnen. Als dann endlich die Musik zum Einmarsch einstimmte, wurde heftig in die Hände geklatscht und die Kleinen freuten sich über beide Ohren. Ohren durfte man während des Wettkampfes aber keine sehen, denn welches Kind hörte nicht schon: «Die Ohren sind zwischen den Armen!» Das erste Mal vor Publikum auftreten, das Mami mit der Kamera in der ersten Reihe, wer von

uns wäre da nicht nervös? Genauso waren das auch die jüngsten Turner, etwas verwirrt und doch sehr angestrengt turnten sie ihre Übungen und trotz einigen Patzern, konnte das Mami wirklich stolz auf ihren Sprössling sein.

Beeindruckende Übungen

Nicht nur der Mütter Herzen schlugen schneller, jeder Einzelne schmunzelte über die Köstlichkeiten, die uns die jungen Sportler zeigten.

Nervös waren aber nicht nur unsere Kleinen, auch den Alten schlug das Herz manchmal bis zum Hals, sei es dem Leiter, der daumendrückend seinen Turner anfeuerte, seien es die Bekannten, die von der Tribüne aus dasselbe taten, oder seien es die Kampfrichter, die versuchten, gerechte Bewertungen abzugeben. Nebst dem Regen steigerte sich auch der Schwierigkeitsgrad und wo sich draussen die Strasse allmählich gänzlich leerte, füllte sich dafür die Zuschauertribüne in der Turnhalle immer mehr.

Mit Bravour meisterten auch die Vorbilder der Kleinen ihren Part und zeigten beeindruckende Übungen. Am Ende wagten es die Leiterinnen und Leiter der Jugi-Kinder an die Geräte, bei einem Paarwettkampf versuchten sie den neugierigen, erwartungsvollen Blicken ihrer Lehrlinge gerecht zu werden. Was eigentlich als Spass und Unterhaltung gedacht war, entwickelte sich bald doch zu etwas Ernsten und jeder versuchte wirklich alles zu geben.

Einigen gelang das, einigen vielleicht weniger, am Ende gab es zwei glückliche Gewinner und einen Haufen, auch glückliche, Nicht-Gewinner. Denn ob Sieg oder Niederlage, Freude hatte wohl jeder!

Freude über den Sieg

Besonders aber die Champions, die bei der Rangverkündigung zuoberst auf dem Treppchen standen.

Bei den K1-Turnerinnen gelang es Eliane Gantenbein sich gegen ihre beiden Konkurrentinnen durchzusetzen, Simon Lehmann schaffte dasselbe bei den K1-Knaben. Weiter ging es mit dem K2-Turnerinnen und Turnern, Bettina Bösch und Romano Untersander waren da die grossen Sieger, Bettina konnte ihren Titel verteidigen und durfte erneut einen Pokal mit nach Hause nehmen.

Stolz auf ihre Leistung darf auch Alicia Bischoff sein, sie gewann im K3, bei den Buben schaffte dies Severin Gisler. Auch Tamara Tanner holte sich bereits das zweite Mal den Pokal und Matthias Dobler schaffte es sich den Sieg in der Kategorie 4 zu holen. In der höchsten Kategorie, der Kategorie 5 gewann Anina Scherrer den Jugimeister-Pokal, dasselbe gelang Mario Baumann, der bereits letztes Jahr abräumte.

Bei den Geräte-Plausch-Turnern waren Morine Zöllig (P1), Joas Colruyt (P2), Seraina Steinbacher (P3) und Julian Knutt (P4) die grossen Gewinner. Die Paarwettkampf-Sieger waren nicht wie erwartet die Favoriten Elia Fluri und Martina Scherrer, sondern vorne lag Tamara Störi mit ihrem Partner Silvan Schmid. Nebst unseren süssen turnenden Küken, gab es eine Menge leckere Kuchen und andere Köstlichkeiten. Und wie immer waren die Helfer die Stützräder des Erfolgs. In diesem Sinn vielen Dank.

So gab es Gewinner und Verlierer, Begeisterte und Enttäuschte, es gab Zuschauer, es gab Helfer, es gab Junge und es gab Alte, und sie alle waren nur aus einem Grund zu diesem Zeitpunkt an diesem Ort, sie alle verbindet eine Sportart, eine Leidenschaft – das Turnen. Lara Abderhalden