Trotz Krankheit beim Recall

NEU ST.JOHANN. Am Casting war Federica Grisendi zwar krank, zum ersten Recall wurde sie aber trotzdem eingeladen. Diese zweite Chance will sie nun umso mehr nutzen.

Fanny Urech
Drucken
Teilen
Federica Grisendi will das Toggenburg vertreten. (Bild: Fanny Urech)

Federica Grisendi will das Toggenburg vertreten. (Bild: Fanny Urech)

Aufgrund einer Magen-Darm-Infektion konnte Federica Grisendi nicht am Casting für die Wahl zur Miss Ostschweiz 2015 teilnehmen. Die erste Runde war für sie deshalb «gratis». Beim ersten Recall geht es dann aber richtig los.

Doppelte Mühe am Recall

Plötzlich meldete sich eine SMS auf dem Handy der Toggenburgerin an. «Als ich sah, dass sie vom Missen-Chat kam, dachte ich, es sei ein Fehler passiert.» Ein Fehler war es dann aber doch nicht. Die Neu St.Johannerin wurde eingeladen zum Recall am Samstag. «Als ich mich für das Casting abmelden musste, weil ich krank war, hätte ich nicht erwartet, dass ich trotzdem weiterkomme», sagt die 23-Jährige. Passiert ist es dann aber trotzdem: Der erste Recall wartet.

Für das Casting hat sie sich nicht selber beworben. «Mit ein paar Freundinnen habe ich zum Spass das Formular ausgefüllt. Eine von ihnen hat am Schluss dann auf Senden gedrückt», erzählt sie. Obwohl sie die erste Runde geschenkt bekam, Nachteile, weil sie am Casting gefehlt hat, hat Federica Grisendi trotzdem. «Für das SMS-Voting haben die anderen 100 Gratis-SMS geschenkt bekommen. Diesen Vorteil hatte ich nicht.» Auch dass sie noch nie bei einem Ablauf mitmachen konnte, sei ein Nachteil. «Ich musste mich noch nie auf diese Art und Weise präsentieren.» Am Recall wird alles neu sein für sie – die Jury, die Zuschauer und der Laufsteg. Was sie verpasst hat, probiert sie dafür mit umso mehr Werbung wiedergutzumachen. Sie hat Flyer drucken lassen und wirbt fleissig auf ihrer Fan-Page, um so viele Stimmen wie möglich für sich zu gewinnen. Auch ihre Familie und ihre Bekannten rühren die Werbetrommel für sie. «Meine Mutter ist schon fast meine Managerin geworden», sagt die Wahlteilnehmerin lachend. Für den Recall könne sie nicht viel vorbereiten. «Ich finde, es sollte auch Spass machen.» Spontanität sei wichtig. Nervös ist sie noch nicht. «Das kommt bestimmt noch, wenn ich anfange, mich damit zu beschäftigen.»

Leben für den Moment

Federica Grisendi hat die Ausbildung zur Kauffrau erfolgreich absolviert und plant einen Abschluss an der Berufsmaturitätsschule. Zurzeit arbeitet sie in einer Privatbank in Zürich. Deshalb wohnt sie auch nur noch halb im Toggenburg. Unter der Woche bleibt sie in Zürich. «Wenn ich am Wochenende wieder ins Toggenburg komme, freue ich mich dafür umso mehr», sagt die junge Frau. Stress hat sie noch keinen. «Im Moment sind die Termine noch am Wochenende, dann muss ich auch nicht arbeiten.» Was passieren würde, wenn sie weiterkäme, weiss die Bankangestellte noch nicht genau. «Ich plane nicht soweit voraus, sondern geniesse lieber den Moment.» In ihrer freien Zeit trifft sich die Toggenburgerin gerne mit ihren Freunden, verbringt Zeit mit der Familie und spielt manchmal Tennis. «Seit ich mein Knie operieren musste, spiele ich aber nicht mehr so oft.»

«Warum keine Toggenburgerin»

Obwohl Federica Grisendi noch keine Erfahrung auf dem Laufsteg oder vor der Kamera hat, strengt sie sich an, in die nächste Runde zu kommen. Zumindest eine der Finalistinnen zu werden, wäre ihr Ziel. «So erhält man die Möglichkeit, Dinge zu erleben, die man sonst nie tun könnte.» Auf die Frage, warum sie Miss Ostschweiz werden sollte, antwortet die Kauffrau: «Ich habe eine Persönlichkeit und kann mich schwierigen Aufgaben gut stellen. Ausserdem probiere ich gerne Neues aus und bin zuverlässig.» Sie wäre stolz darauf, die Ostschweiz vertreten zu dürfen, besonders als Toggenburgerin. «Wieso sollte die Miss Ostschweiz nicht auch einmal eine Toggenburgerin sein», sagt sie mit einem Augenzwinkern.

Wer Federica Grisendi für die Wahl seine Stimme geben will, kann eine SMS schreiben an die Nummer 919 (CHF 0.90/SMS) mit: mo09.

Aktuelle Nachrichten