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Trotz Funkloch: Widerstand gegen Antennenneubau in Walzenhausen

Salt und Swisscom möchten auf dem Dach der HBB Biegetechnik AG in Walzenhausen zwei neue Mobilfunkantennen erstellen. Gegen das Projekt sind aber mehrere Einsprachen eingegangen.
David Scarano
Der geplante Antennenstandort: das Dach der HBB Biegetechnik AG. (Bild: David Scarano, Walzenhausen, 22. Mai 2019)

Der geplante Antennenstandort: das Dach der HBB Biegetechnik AG. (Bild: David Scarano, Walzenhausen, 22. Mai 2019)

Die Schweiz streitet derzeit heftig über Vor- und Nachteile des neuen Mobilfunkstandards 5G. Von ultraschnellem Internet können viele Konsumenten im Appenzeller Vorderland allerdings nur träumen. Sie würden sich bereits damit zufriedengeben, wenn sie überhaupt ein bisschen Handyempfang hätten.

Walzenhausen gehört etwa zu jenen Gemeinden, deren Netzabdeckung auch wegen der Topografie so löchrig ist wie ein Emmentaler. Eine Besserung ist nun aber in Sicht. Sie manifestiert sich in Form zweier unscheinbarer Visiere auf dem Dach der HBB Biegetechnik AG im Gebiet Güetli. Dort möchten Salt und Swisscom neue Mobilfunkanlagen erstellen; Salt mittig auf dem Dach, Swisscom südwestlich ausgerichtet. Gemäss Salt-Mediensprecherin Viola Lebel handelt es sich um Sendeantennen für die 3G- und 4G-Technologie.

Ein Bedürfnis des Gewerbes

Michael Litscher, Gemeindepräsident von Walzenhausen, sagt, dass das Gewerbe und viele Bürger schon seit langem auf eine bessere Abdeckung hoffen. Denn das Funkloch auf dem Gemeindegebiet sei zuweilen ein Problem, etwa während medizinischen Notfällen.

Michael Litscher. (Bild: PD)

Michael Litscher. (Bild: PD)

Der geplante Anlagenbau dürfte daher viele im Dorf freuen. Allerdings ist des einen Freud häufig des anderen Ärger – vor allem wenn es um Handyantennen geht. Am vergangenen Dienstag ist die Einsprachefrist abgelaufen – und laut Litscher wehren sich mehrere Anrainer gegen das Projekt. Da das Datum des Poststempels entscheidend für eine Berücksichtigung der Beschwerde ist, konnte er am Mittwoch noch keine genauen Zahlen nennen.

Der Gemeindepräsident rechnet jedoch mit rund einem Dutzend Einsprachen. Diese dürften zu einer Verzögerung führen. Litscher sagt:

«Bis die Anlage sendet, kann es bis zu zwei Jahren dauern.»

Er verweist auf die Erfahrungen beim Antennenprojekt im Gebiet Platz. Bis zur Realisierung vergingen dort wegen diverser Einsprachen mehrere Jahre, so der Gemeindepräsident.

Beim Standort Güetli muss zunächst geklärt werden, wer für das Einspracheverfahren zuständig ist – Kanton oder Gemeinde.

Netz bleibt löchrig

Walzenhausen verfügt derzeit über zwei Antennenstandorte. Mit der Anlage auf der HBB wären es also drei. Die Abdeckung würde sich damit leicht verbessern, von einem Idealzustand wäre die Gemeinde aber dennoch weit entfernt.

Auch aufgrund der Topografie setzen Telekommunikationsunternehmen auf sogenannte Minizellen. «Um das gesamte Gemeindegebiet zu versorgen, müssten noch zusätzliche solcher Anlagen gebaut werden», sagt Litscher.

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