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Trotz Feuerverbot keine Umsatznot bei den Metzgern

Während rund einem Monat waren im Appenzellerland offene Feuer verboten. Obwohl dadurch einige Würste nicht gebrätelt wurden, freuen sich die Metzger über den besonders guten Sommer.
Bruno Eisenhut
Würste auf offenem Feuer grillieren. In diesem Sommer war dies während rund eines Monats verboten. (pd-Bild / San Gala)

Würste auf offenem Feuer grillieren. In diesem Sommer war dies während rund eines Monats verboten. (pd-Bild / San Gala)

Mancher Grillplausch an einer Feuerstelle fiel diesen Sommer den heissen Temperaturen zum Opfer. Ende Juli verhängten die Behörden in vielen Kantonen –darunter auch in beiden Appenzell – ein Feuerverbot. Auf öffentlichen Feuerstellen, wie auch im eigenen Garten, durften keine offenen Feuer entfacht werden. Für die Metzger, die während der warmen Jahreszeit ein breites Angebot an Grillspezialitäten bereithalten, ein Schock, würde man meinen. Mitnichten.

«Es wäre vermessen, nach einem solchen Sommer über das Feuerverbot zu klagen», erklärt Philipp Fässler, Präsident der Appenzeller Metzgermeister. Gespräche zwischen den Verbandsmitgliedern hätten gezeigt, dass das Feuerverbot den Umsatz nicht hätte zusammenfallen lassen. Im Gegenteil: Die lang anhaltende Schönwetterperiode habe zu einem ausserordentlich umsatzstarken Sommer geführt, so Fässler. Dieser Tage stelle er aber in seinem eigenen Geschäft fest, dass die Nachfrage nach Fleischartikeln mit längerer Kochzeit ansteige. «Womöglich haben die Kunden nach so einem langen Sommer vom Grillieren langsam aber sicher genug», analysiert der Verbandspräsident.

Die Aussagen des Verbandspräsidenten würde auch Unternehmer Peter Signer aus Schönengrund unterschreiben. Zwar sei das Grillieren auf Holzkohle inzwischen beinahe Kult geworden, so Signer. In seiner Metzgerei sei nach dem Verhängen des Feuerverbots die Nachfrage nach Grillgut rund um den 1. August jedoch nur minim zurückgegangen. Ins Jammen kommt er bei weitem nicht. Aufgrund des schönen Vorsommerwetters habe die Grillsaison derart früh begonnen, dass die Länge der Saison das Feuerverbot problemlos wettmache. Mehr noch: In seiner Metzgerei sei die Grillsaison so gut verlaufen wie noch nie zuvor, erklärt der Inhaber der Ochsen-Metzgerei in Schönengrund.

Verbandspräsident Philipp Fässler verweist darauf, dass viele Leute im Besitz eines Gasgrills seien und somit eine Alternative zur offenen Feuerstelle besitzen. Weiter benötige es für ein Feuerverbot bekanntlich zuvor eine lange Trockenzeit, was wiederum für eine lange Grillsaison spreche, führt Fässler als positiven Aspekt ins Feld. Als weiteren Punkt erwähnt Fässler, dass dank des herrlichen Sommerwetters zusätzlich Touristen ins Appenzellerland gereist seien und so – zumindest stelle er dies in seinem Verkaufsgeschäft fest – den Umsatz der ferienhalber abwesenden Einheimischen kompensiert hätten.

Assekuranz dankt und wünscht schöne Grillzeit

Dass die Metzgermeister trotz Feuerverbot einen umsatzstarken Sommer verbuchten, dürfte die Assekuranz von Appenzell Ausserrhoden zumindest nicht stören. Mehr noch freut sich diese aber über das Verhalten der Bevölkerung. In einem seitenhohen Inserat in der «Appenzeller Zeitung» bedankt sich die Ausserrhoder Gebäudeversicherung, dass sich die Leute vorbildlich an die Weisungen gehalten hätten. Obwohl insbesondere im Wald und in Waldesnähe immer noch ein Feuerverbot gilt, wünscht die Versicherung der Bevölkerung im Inserat eine schöne Grillzeit. Gut möglich also, dass die Metzgeremeister in den kommen Tagen weiterhin ihr Grillgut in der Auslage behalten können.

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