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TROGEN/WALD: Das Abwasser soll nach Altenrhein

Mit dem Beitritt zum Abwasserverband Altenrhein streben die Gemeinden eine langfristige Lösung und tiefere Kosten an. 100000 Franken könnten jährlich gespart werden. Das Volk entscheidet am 26. November.
Gianni Amstutz
Christoph Egli, Geschäftsleiter des Abwasserverbandes Altenrhein, Fritz Wüthrich, Ingenieur, und die Trogner Gemeindepräsidentin Dorothea Altherr erklären die Vorzüge eines Beitritts für die Gemeinden. (Bild: Gianni Amstutz)

Christoph Egli, Geschäftsleiter des Abwasserverbandes Altenrhein, Fritz Wüthrich, Ingenieur, und die Trogner Gemeindepräsidentin Dorothea Altherr erklären die Vorzüge eines Beitritts für die Gemeinden. (Bild: Gianni Amstutz)

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@appenzellerzeitung.ch

«Je mehr Gemeinden bei einem Wasserverbund mitmachen, desto günstiger wird es für die einzelne Gemeinde», sagte Christoph Egli, Geschäftsleiter des Abwasserverbandes Altenrhein (AVA). Dies war die Hauptbotschaft am gemeinsamen Informationsanlass der Gemeinden Trogen und Wald zum Beitritt zum AVA. Rund vierzig Interessierte trafen sich am Mittwochabend, um mehr über das geplante Projekt zu erfahren, über das am 26. November abgestimmt wird. Speicher und Rehetobel haben dem Beitritt bereits 2012 zugestimmt. Nun sollen Trogen und Wald folgen. Die Delegiertenversammlung des Abwasserverbands Trogen Wald (AVTW) hat sich dafür ausgesprochen.

Vor fünf Jahren habe ein Beitritt zum AVA für Trogen und Wald noch keinen Sinn gemacht, sagte Jakob Bänziger, Präsident der Delegiertenversammlung des AVTW. Eine 2013 durchgeführte Studie habe jedoch ergeben, dass die Kläranlage der Gemeinde technisch veraltet, energetisch ineffizient und von der Kapazität her nur noch geringe Reserven aufweise. «Bei einem Bevölkerungswachstum in den Gemeinden könnten wir die Aufgaben mit der derzeitigen Kläranlage irgendwann nicht mehr erfüllen», sagte Bänziger.

Prüfung eines Beitritts zur AVA

Der AVTW habe deshalb verschiedene Optionen geprüft. Eine Kostenanalyse ergab, dass durch Sanierungsarbeiten und laufende Kosten bis 2025 mit Investitionen in Höhe von rund drei Millionen zu rechnen ist, sollten Trogen und Wald die eigene Kläranlage weiter betreiben wollen. «Ein Anschluss an den AVA wäre für die Gemeinde günstiger und würde die Frage des Abwassers langfristig lösen», sagte Jakob Bänziger. Die jährlichen Kosten könnten laut der in Auftrag gegebenen Studie um circa 100000 Franken auf rund 460000 Franken für beide Gemeinden gesenkt werden.

Sollten die Stimmbürger am 26. November das Projekt annehmen, würde im Frühjahr 2019 mit dem Bau der Abwasserleitungen begonnen werden. Diese müssen zwischen der Kläranlage in Trogen und der Lobenschwendi auf rund 1200 Metern Länge verlegt werden. Da die Lobenschwendi höher liegt als Trogen, kämen zudem Pumpen zum Einsatz. Die Anschlusskosten für die beiden Gemeinden an das Abwassernetz der AVA würden rund 3,4 Millionen betragen. Die AVA würde das Geld für den Bau bezahlen und die Gemeinde könnte die Kosten verteilt über die kommenden 40 Jahre abschreiben.

Von der Lobenschwendi an bestehen bereits Kanäle bis Eggersriet und von dort zur Kläranlage in Altenrhein, die auch von Speicher und Rehetobel genutzt werden.

Noch offen ist, was geschieht, wenn nur eine der beiden Gemeinden dem Beitritt zustimmt. Auf eine entsprechende Frage antwortete die Trogner Gemeindepräsidentin Dorothea Altherr: «Wir müssen die Situation neu beurteilen, wenn es dazu kommt.» Zudem beschäftigten die Anwesenden Fragen nach der Sicherheit oder den Kosten. AVA-Geschäftsleiter Christoph Egli erklärte, dass man für den Fall eines Stromausfalls gerüstet sei und die Haushalte keine höheren Kosten zu befürchten hätten.

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