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TROGEN: Von Trogen auf den Mars

Fünf Jahre besteht der Theaterverein Hoistock bereits. Zum Jubiläum hin wird die Inszenierung «Rock’n’Roll Atomia 1» gezeigt. Der Verein selbst hat eine Professionalisierung erfahren.
Astrid Zysset
Einblick in die Inszenierung «Rock’ n ’Roll Atomia 1». Im Bild zu sehen: Michael Schirmer und Roman Frei. (Bild: PD)

Einblick in die Inszenierung «Rock’ n ’Roll Atomia 1». Im Bild zu sehen: Michael Schirmer und Roman Frei. (Bild: PD)

Astrid Zysset

astrid.zysset@appenzellerzeitung.ch

Die Änderungen sind markant: DVDs der vergangenen Inszenierungen werden verkauft, ein eigener Soundtrack wird herausgebracht, Bühnenbau und Gastronomie wurden professionalisiert, ein Organisationskomitee (OK) konnte eingesetzt und eine professionelle Regisseurin hinzugezogen werden. Der Theaterverein Hoistock feiert heuer sein fünfjähriges Bestehen. Und zu diesem sollte der Verein eine «Aufwertung» erfahren, wie Jmaana Frehner, Mitglied des Vereins und des OKs ausführt. Sie war es auch, die zusammen mit zwei anderen Vereinsmitgliedern das Drehbuch schrieb. «Bei uns erfüllen einige Personen mehrere Funktionen gleichzeitig. Als relativ kleiner Laientheaterverein fallen viele Aufgaben an.» 22 Mitglieder zählt der «Hoistock» derzeit. Nicht alle stehen auf der Bühne. Mithilfe ist auch hinter den Kulissen gefragt, in der Maske, beim Bühnenbau, der Technik. Oder eben beim Drehbuch. Eine erste Fassung stand bereits im März. Nach der Präsentation im Verein und Leseproben vor Publikum, wurden vor den Sommerferien die Rollen verteilt.

Eine Regisseurin als Unterstützung

«Rock’ n ’Roll Atomia 1» handelt von sechs ausländischen Astronauten, die im Auftrag der Regierungen erkunden, ob der Mars als Endlager für Atommüll dienen könnte. Konzipiert ist die Geschichte als Komödie. «Wir hatten schon mehrfach geplant, ein Drama auf die Bühne zu bringen», so Frehner. «Aber irgendwie wurde es trotzdem immer lustig.» Für die Schauspielerinnen und Schauspieler ist die diesjährige Inszenierung aber auch anspruchsvoll. Einerseits gebe es viel Text zu lernen, andererseits mussten viele sprachliche Akzente eingebaut werden. Das internationale Team besteht aus einem Chilenen, einer Inderin, einer Amerikanerin, einer Deutschen, einem Russen und einem Holländer. Je nach Herkunft musste eine andere Betonung eingeübt werden. Frehner spielt die indische Astronautin. «Ich hatte im Internet nach Aussprachebeispielen gesucht, wurde aber nicht fündig.» Eine Kollegin hatte ihr dann geholfen. Zusammen übten sie die Texte. Auch die Regisseurin gab Tipps. Jene sei ohnehin eine grosse Hilfe in der Umsetzung gewesen. «Wir haben das gebraucht», so Frehner weiter. Zwar habe sich der schauspielerische Anspruch in den letzten Inszenierungen stetig gesteigert, doch heuer sehnte sich der Verein nach professionellen Inputs. Die gab es. Wie auch eine Vereinfachung in den Abläufen. In den Jahren zuvor konnte die Mehrheit entscheiden, wie eine Szene genau umgesetzt wurde. «Jeder gab seinen Kommentar ab, jeder agierte nach seinen Vorstellungen.» Mit der Regisseurin Tamara Wenzler wurde dies anders. Sie war es denn auch, welche die Schauspielerinnen und Schauspieler ermutigte, noch mehr aus sich herauszugehen. In einer Szene muss beispielsweise ein Darsteller sexy über die Bühne schreiten. Der Mut, dies auch wirklich übertrieben umzusetzen, sei aber anfangs noch nicht da gewesen, so Frehner. Heute sind die Vorbereitungen abgeschlossen. Morgen Freitag und am Samstag, 18. November, wird das Stück um 20 Uhr in der Turnhalle Nideren in Trogen aufgeführt. Über 300 Tickets wurden bereits verkauft. Der Ansturm ist gross. Warum wird «Rock’ n ’Roll Atomia 1» denn nicht öfters aufgeführt? «Das ist leider nicht möglich. Jobbedingt finden sich keine weiteren Daten, an welchem alle Vereinsmitglieder Zeit für eine weitere Aufführung hätten», seufzt Frehner. «Aber vielleicht schaffen wir es mal in den kommenden Jahren.» Tickets und Infos unter: www.hoistock.ch .

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