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TROGEN: «Neuschwende» wird appenzellisch

Das Werkheim Neuschwende wurde vor 43 Jahren durch den im Raum Zürich tätigen Heilpädagogischen Verein Küsnacht gegründet. Nun übernimmt ein neugegründeter Verein die Institution.
Karin Erni
Der Vorstand des Vereins Werkheim Neuschwende besteht aus Bruno Schnellmann, Christa Hübener Mewe, Niklaus Gächter, Heidi Eisenhut, Hanspeter Kühne und Verena Fricker. Es fehlen Präsident Dieter Burckhardt, Michael Tormen und Hansruedi Wyss. (Bild: Karin Erni)

Der Vorstand des Vereins Werkheim Neuschwende besteht aus Bruno Schnellmann, Christa Hübener Mewe, Niklaus Gächter, Heidi Eisenhut, Hanspeter Kühne und Verena Fricker. Es fehlen Präsident Dieter Burckhardt, Michael Tormen und Hansruedi Wyss. (Bild: Karin Erni)

Karin Erni

karin.erni@appenzellerzeitung.ch

Anlässlich der Ausstellungsfinissage des Künstlers Bruno Hof­stetter trat der Verein Werkheim Neuschwende am Samstag erstmals an die Öffentlichkeit.

Die Vereinsgründung war bereits am 14. Februar erfolgt, wie Gründungspräsident Hanspeter Kühne sagte. Der Vorstand sei so zusammengesetzt, dass im Gremium möglichst viele unterschiedliche Kompetenzen zusammenkommen. Als Präsident amtet Dieter Burckhardt aus Stäfa, dessen Vater bereits zur Gründergruppe des Werkheims gehörte. Mit der langjährigen Mitarbeiterin Verena Fricker aus Trogen, Kantonsbibliothekarin Heidi Eisenhut aus Rehetobel und der Ärztin Christa Hübner Mewe aus Speicher gehören dem Vorstand drei Frauen an. Der Heidler Bruno Schnellmann ist als Berater für Menschen mit Behinderung tätig, Michael Tormen aus Gossau als Architekt. Hanspeter Kühne, der eine Treuhand- und Beratungsfirma besitzt, ist für die Vereinsfinanzen zuständig.

Verein erhält neue und alte Bauten geschenkt

Heimleiter Niklaus Gächter warf einen kurzen Blick zurück in die Geschichte der «Neuschwende».Das Heim sei vor 43 Jahren aufgrund einer Elterninitiative des Heilpädagogischen Vereins Küsnacht entstanden, um den austretenden Schülern eine dauerhafte Anschlusslösung zu bieten.

Mit den Jahren wurde die enge Bindung zwischen den beiden Institutionen immer loser. Mit dem neuen Finanzausgleich, der 2008 in Kraft getreten ist, sei eine Kantonalisierung erfolgt, und das Werkheim Neuschwende werde seither als Appenzeller Institution gelistet. Sie bietet 32 Wohn- und Werkplätze für erwachsene Menschen mit Behinderung. In den Werkstätten Gärtnerei, Handweberei, Küche, Holzwerkstatt und Werkatelier wird neu auch eine Tagesstruktur für Externe angeboten. Das Werkheim Neuschwende beschäftigt 45 Mitarbeitende und acht Auszubildende.

Die letzten Jahre sei man stark mit dem Neubauprojekt für Wohnplätze, Werkstätten und Cafeteria beschäftigt gewesen und habe daher mit der Neugründung des Vereins zugewartet, so Gächter. Im letzten Herbst hätten Anwälte einen juristischen Weg für die Entflechtung gesucht. Dabei habe sich eine Vermögensübertragung als der richtige Weg erwiesen. Das bedeutet, dass die Liegenschaften mitsamt den zehn Million Franken teuren Neubauten in den Besitz des neuen Vereins übergehen. Der Heilpädagogische Verein Küsnacht behält aber das Rückkaufsrecht für 25 Jahre. Als letzte Formalität entliess der Heilpädagogische Verein Küsnacht an seiner Hauptversammlung am 9. Juni die Trogner «Neuschwende» in die Selbstständigkeit.

Nun würden noch Mitglieder gesucht, die Mitbesitzer und Mitgestalter des neuen Vereins werden wollen, sagte Hanspeter Kühne. Er ermunterte die Anwesenden, die Beitrittserklärung auszufüllen. «Wir sind ein sehr exklusiver Club.»

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