TROGEN: IG zur Skilift-Rettung geplant

Eine Interessengemeinschaft soll zum Erhalt des Skilifts beitragen. Sie wird primär zwei Aufgaben haben. Im Streit mit dem Landbesitzer zeichnet sich noch immer keine Lösung ab.

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Ob der Skilift Trogen im nächsten Winter wieder läuft, ist fraglich. (Bild: Sara Leu)

Ob der Skilift Trogen im nächsten Winter wieder läuft, ist fraglich. (Bild: Sara Leu)

In den Streit um den Skilift Trogen kommt Bewegung. Zu dessen Erhalt ist die Gründung einer Interessengemeinschaft (IG) geplant. Initiant des Vorhabens ist Ernst Carniello. «Letztlich geht es darum, den Skiliftbetrieb im Interesse der Kinder zu erhalten», sagt er. Carniello hofft, 50 bis 60 Familien und damit über 100 Personen für einen Beitritt zur geplanten IG «Erhaltung unseres Skilifts Trogen» gewinnen zu können. Etwa zwei Drittel der anvisierten Mitgliederzahl haben den IG-Beitritt bereits zugesagt. Die Gründungsversammlung ist für Juni geplant. Rückblick: Der Skiliftbetrieb in der Mittelländer Gemeinde stand im letzten Winter still. Grund dafür ist ein Rechtsstreit zwischen der Skilift AG und dem Landbesitzer Josef Broger. Streitpunkte sind unter anderem die nicht eingetragenen Rechte im Grundbuch für den Bestand der Skilift-Anlage, der Beleuchtungsmasten sowie der Pisten auf dem Grundstück des Landwirts. Der Boden liegt in der Wintersportzone. Diese Zone steht rechtlich auch ohne Skilift den Dorfbewohnern und Touristen zum Schneeschuhlaufen, Schlitteln, Tourenskifahren und Verweilen im Schnee zu. Um die Tiere vor dem Wolf zu schützen, erstellte der Bauer auf seinen Weiden, jedoch nicht im Bereich der jeweils markierten und präparierten Pisten, sichere Zäune. Dagegen reichte die Skilift AG eine Beschwerde bei der Gemeinde ein. Als Begründung nannte sie die Gefährdung des Skibetriebs. Die lokale Baukommission lehnte das Baugesuch von Broger ab. Nun liegt das Verfahren beim Kanton. Sein Engagement begründet Carniello mit der Stimmung in der Gemeinde. Er habe nichts gegen den Bauern. Niemand traue sich aber, etwas zu unternehmen. Die ablehnende Haltung des Grundstückeigentümers, an einem runden Tisch teilzunehmen, stimme ihn traurig. Es gehe nun darum, mit einer IG in der Öffentlichkeit Druck zu machen, betont Carniello. Als Anstösser legte er gegen das Baugesuch der Familie Broger Einsprache ein und versuchte so, Einfluss zu nehmen. Konkrete Massnahmen wird die IG in Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten nicht ergreifen. Sie soll finanzielle Mittel dafür bereitstellen und die Skilift-Verantwortlichen moralisch unterstützen. An eine einvernehmliche Lösung glaubt Carniello nicht mehr. Er sei aber zuversichtlich, dass die Gerichte zu Gunsten der Skilift AG entscheiden werden. (cal)