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TROGEN: Geschenk für acht Millionen

Mit dem Haus Bubenrain hat das Alters- und Pflegeheim Vorderdorf eine zukunftsweisende Ergänzung erhalten. Die Stiftung feiert mit dem Neubau ihr 60-Jahr-Jubiläum.
Karin Erni
Regierungsrat Matthias Weishaupt gehörte zu den Festrednern im Haus Vorderdorf. (Bild: Karin Erni)

Regierungsrat Matthias Weishaupt gehörte zu den Festrednern im Haus Vorderdorf. (Bild: Karin Erni)

Karin Erni

karin.erni@appenzellerzeitung.ch

Rund 50 geladene Gäste sind am Mittwochabend im Alters- und Pflegeheim Haus Vorderdorf erschienen, um der Eröffnung des Neubaus Bubenrain beizuwohnen. Der acht Millionen Franken teure Neubau bietet 14 Alterswohnungen von einem bis drei Zimmern und eine Tiefgarage. Die Bewohner können Serviceleistungen wie Reinigungs- und Wäscheservice des Heims in Anspruch nehmen oder das öffentliche Restaurant Veranda und die Anlässe besuchen. Die Wohnungen sind aufgrund der Hanglage sehr hell und verfügen über eine schöne Aussicht ins Appenzellerland. Im Bad und den Wohnräumen sind Notfallknöpfe vorhanden, mit denen die Bewohner Hilfe alarmieren können. «Die Wohnungen sind bereits alle vermietet. Am 1. Februar wird die erste Bewohnerin einziehen», freut sich Geschäftsleiter Ilir Selmanaj.

Wechselvolle Geschichte der Institution

Trogens Gemeindepräsidentin Dorothea Altherr warf am Eröffnungsanlass einen Blick zurück in die Geschichte. 1970 habe dem Haus Vorderdorf der Abbruch gedroht, weil der Kanton die Strasse verbreitern wollte. Die Gemeinde habe sich gemeinsam mit dem Stiftungsrat gewehrt und erreicht, dass der schöne Bau stehen geblieben sei. «Trogen hat gezeigt, dass es zu seinem Gehörlosenheim steht und sich mit ihm identifiziert», so Altherr. Die Verbindungen seien mit den Jahren noch vielfältiger geworden.

Regierungsrat Matthias Weishaupt sagte, bis 2035 werde sich die Zahl der über 80-Jährigen im Kanton nahezu verdoppeln. Weil es zu wenig Pflegeheimplätze gebe, seien künftig andere Formen des Wohnens gefragt. «Man spricht von intermediären Strukturen. Was heute hier eingeweiht wird, sind genau die Wohnformen, die wir für die Zukunft brauchen.» Damit sei das Haus Vorderdorf ein Vorbild für andere Institutionen, so Weishaupt.

Stiftung feiert 60-Jahr-Jubiläum

Wie Stiftungsratspräsident Bruno Schlegel in seiner Rede ausführte, handelt es sich beim Neubau gewissermassen um ein Geschenk, das sich die Stiftung Ostschweizerisches Wohn- und Altersheim für Gehörlose Trogen zum 60-jährigen Bestehen selber gemacht hat. Gegründet worden war die Institution im Januar 1958 als Wohn- und Altersheim für Taubstumme. 2003 öffnete sich das Heim auch für Hörende, ein Jahr später wurde es in Haus Vorderdorf umbenannt. In den 60 Jahren des Bestehens des Heims habe nicht zuletzt die verbesserte Technik mit Hörhilfen und Implantaten entscheidend zur Selbstständigkeit der Hörbehinderten beigetragen, so Schlegel. Diese seien auch nicht mehr im gleichen Masse auf ein spezialisiertes Wohn- und Altersheim angewiesen. Dagegen nehmen die Altersschwerhörigkeit und die Altersgehörlosigkeit aufgrund der älter werdenden Gesellschaft stark zu. Das spezifische Fachwissen dafür sei im Haus Vorderdorf nach wie vor vorhanden.

Tag der offenen Tür: Am Samstag, 27. Januar, von 13 bis 17 Uhr kann das neue Haus Bubenrain besichtigt werden.

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