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Trogen feiert Barocknacht

Am Samstag öffnen sich in Trogen die Zellwegerpaläste dem Publikum. In der Kirche erklingt Musik von Bach und Händel, und in den Restaurants isst man Speisen aus einer vergangenen Zeit.
Michael Genova
Dorothea Altherr Gemeindepräsidentin Trogen (Bild: mge)

Dorothea Altherr Gemeindepräsidentin Trogen (Bild: mge)

TROGEN. Morgen tauchen Besucherinnen und Besucher in Trogen eine Nacht lang ins Jahrhundert der Zellweger ein. In jene Zeit, als rund um den Landsgemeindeplatz die Steinpaläste entstanden. Die Gemeinde feiert erstmals die lange Barocknacht – mit Führungen durch die Zellweger-Paläste, Konzerten in der Kirche und barocken Speisen in den umliegenden Restaurants.

Kulturraum Bodensee

Seit vergangenem Herbst ist Trogen eine Station an der Oberschwäbischen Barockstrasse. Entlang der 760 Kilometer langen Route stehen weltliche und sakrale Bauwerke der Barockzeit. Diese Themenstrasse feiert dieses Jahr ihr 50jähriges Bestehen. Deshalb organisieren am Samstag mehrere Mitglieder die lange Barocknacht. «Wir zeigen dem Publikum, was Trogen zu bieten hat», sagt Gemeindepräsidentin Dorothea Altherr. Der Anlass sei aber auch ein Sommerfest für die Bevölkerung, die in den Restaurants zusammenkomme. Altherr wünscht sich, dass der Anlass zu einem wiederkehrenden Ereignis wird. «Es gibt noch so viele geschichtliche Themen, die wir zeigen könnten.»

Die Orte an der Barockstrasse bildeten früher einen gemeinsamen Kulturraum, in dem sich Menschen über die Landesgrenzen hinweg austauschten. So arbeiteten in Trogen Stukkateure aus Vorarlberg. Und die Teufner Baumeisterfamilie Grubenmann habe auch in Lindau Häuser gebaut, sagt Kantonsbibliothekarin Heidi Eisenhut.

Führung mit dem Landammann

In zwei Palästen am Landsgemeindeplatz können Besucher am Samstag barocke Stukkaturen bewundern: im Gemeindehaus und im Haus 4, das in privatem Besitz ist. Die Führungen leiten Heidi Eisenhut, Moritz Flury, Martina Walser und Landammann Matthias Weishaupt. Sie erklären, welche Ideen und Themen sich hinter den kunstvollen Verzierungen verbergen. Verbindendes Thema des Abends ist die Vier, «die Zahl der Welt»: die vier Erdteile, die vier Sinne oder die vier Tageszeiten.

Der Abend beginnt um 20 Uhr mit einer Begrüssung in der Kirche Trogen. Danach spielt ein Quintett barocke Musik von Johann Sebastian Bach, Henry Purcell und Georg Friedrich Händel. Zum Ensemble gehören Lina Maria Akerlund (Mezzo-Sopran), Bernhard Bichler (Bariton), Domenico Cerasani (Theorbe/Laute), Marie-Louise Dähler (Cembalo) und Jens Weber (Tenor). Zwischen 20 und 24 Uhr wechseln sich Musikblöcke und Führungen ab. Jeweils zur vollen Stunde spielt das Ensemble, zur halben Stunde finden Führungen statt.

In den umliegenden Restaurants können sich Besucher ab 18 Uhr verpflegen. Die «Krone», das «Schäfli», der «Rebstock» und das Café Ruckstuhl haben barocke Menüs vorbereitet. Weitere Informationen gibt es im historischen Offizierszelt auf dem Landsgemeindeplatz.

Lange Barocknacht, morgen, 18 bis 24 Uhr, Landsgemeindeplatz, Trogen.

Stukkatur aus der Barockzeit: Darstellung des Erdteils Asien im zweiten Steinpalast (Haus 4) am Landsgemeindeplatz Trogen. (Bild: pd)

Stukkatur aus der Barockzeit: Darstellung des Erdteils Asien im zweiten Steinpalast (Haus 4) am Landsgemeindeplatz Trogen. (Bild: pd)

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