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TROGEN: Erstmals Schriftstellerin geehrt

Der diesjährige Ausserrhodische Kulturpreis geht an die 88-jährige Autorin Helen Meier. An der Preisverleihung in der Kirche Trogen wurde ihr «aussergewöhnlich reiches» literarisches Werk thematisiert.
Alessia Pagani
Der von Alfred Stricker überreichte Preis in Form einer Urkunde ist mit 2 (Bild: Alessia Pagani)

Der von Alfred Stricker überreichte Preis in Form einer Urkunde ist mit 2 (Bild: Alessia Pagani)

Alessia Pagani

alessia.pagani@appenzellerzeitung.ch

«Kulturausgaben sind wie Bildungsausgaben: Investitionen in die Zukunft. Investitionen in Menschen. Kulturaktive Menschen setzen sich mit der Welt und mit unserem Leben auseinander.» Mit diesen Sätze eröffnete Regierungsrat Alfred Stricker am Mittwochabend in der Kirche Trogen die Verleihung des Ausserrhodischen Kulturpreises. Als Preisträgerin wurde die in Trogen lebende Schriftstellerin Helen Meier bestimmt. Die Ehre erwiesen ihr unter anderem Barbara Auer von der Ausserrhodischen Kulturstiftung, Trogens Gemeindepräsidentin Dorothea Altherr, Heidens Gemeindepräsident Gallus Pfister und Margrit Bürer, Leiterin Amt für Kultur. «Die Verleihung des Preises ist ein spezieller Moment für einen Kulturdirektor», so Alfred Stricker. Voraussetzungen für den Kulturpreis sind bedeutende Leistungen mit einem namhaften Bezug zum Kanton.

Der Ausserrhodische Kulturpreis wurde bereits zum fünften Mal vergeben – nach Volksmusiker Noldi Alder (2008), Künstler Hans Schweizer (2011), Rosmarie Nüesch-Gautschi, die sich im Bereich Architektur und Bau hervorgetan hat (2013), und Musiker Paul Giger (2015) wird zum ersten Mal eine Schriftstellerin und Autorin ausgezeichnet. Meier habe ein aussergewöhnlich reiches literarisches Werk geschaffen, so eine der Begründungen. Man habe mit der Schriftstellerin eine würdige Preisträgerin gewählt. Insgesamt zwölf Werke hat Helen Meier seit 1984 publiziert – darunter acht Erzählbände und drei Romane. In der Laudatio verwies Charles Linsmayer – seines Zeichens Träger des Schweizer Literaturpreises im Bereich Vermittlung – auf die Einzigartigkeit ihres Erzählstils, auf die assoziative Kraft ihrer Kompositionen und auf die Bildhaftigkeit ihrer Sprache. «Die Aura des Rätselhaften, die einer Fülle von Interpretationsmöglichkeiten Raum gibt, liegt wohl nicht zuletzt darin begründet, dass Helen Meier dem Bildhaften, Sinnlichen, Greifbaren und Organischen vor dem Intellektuellen, Theoretischen und Abstrakten den Vorzug gibt.» Ihre Betrachtungsweise basiere denn auch zunächst auf ihrer ganz eigenen Sprache. Einer Sprache, die moderner und unverbrauchter wirke als vieles, was an Lebensjahren weit jüngere Autoren hervorbringen, so Charles Linsmayer.

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