TROGEN: Das Rauschen der Reformation

Zum 500-Jahr-Jubiläum der Reformation entsteht in Trogen eine Performance zwischen Kunst und Kirche. 100 Akteurinnen und Akteure treten samt Musik am Sonntag auf dem Landsgemeindeplatz auf.

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Performance «Rauschen»: 100 Akteurinnen und Akteure nehmen daran teil. (Bild: PD)

Performance «Rauschen»: 100 Akteurinnen und Akteure nehmen daran teil. (Bild: PD)

Seit 500 Jahren wird immer wieder darüber nachgedacht, was Freiheit für die Menschen bedeutet. Diese Fragen spitzen sich zu in einer Zeit scheinbar grenzenloser virtueller Freiheit, schwindender Regeln und rasender Geschwindigkeiten. Polyphoner Lärm dröhnt und surrt immerwährend. Solchen Fragen geht die Performance «Rauschen» nach.

Am Sonntag werden um 10.45 Uhr über 100 Akteurinnen und Akteure den Landsgemeindeplatz in Trogen in Beschlag nehmen. «Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters stehen für uns Menschen mit unseren unterschiedlichen Sichtweisen und Eigenheiten im Geschehen. Sie werden sich vernetzen, austauschen und das Rad der Zeit antreiben. Sie werden um die Wette laufen, um Entscheide ringen, innehalten und zum Tanz ansetzen, bis es rauscht», fasst Choreografin Gisa Frank den Inhalt zusammen.

Vom gemischten Chor bis zu Funk-Rock

Gemeinsam wurde die Kunst-Aktion an einem Probetag entworfen. Das Potenzial des Projekts liege in den mitwirkenden Menschen und ihrer Verschiedenheit und zugleich Verbundenheit – das «lässt miteinander kreieren». Mit dabei sind der Gemischte Chor Wald, das neue Volksmusikensemble «rondom», das Perkussionsensemble «drumliners» und die Funk-Rock-Band «emocean» von der Kantonsschule Trogen.

Initiantin des reformatorischen Rauschens ist die Reformierte Kirchgemeinde Trogen. Geleitet wird das Projekt von der Choreografin Gisa Frank, dem Musiker Jürg Surber, dem Künstler Werner Meier, dem Gestalter Fabian Harb und der Pfarrerin Susanne Schewe. Die Performance findet im Rahmen des Tanzfestes 2017 statt. (pd)