Triumph für Nordostschweizer

Jubeln kann am Weissenstein-Schwinget der aufstrebende Bündner Armon Orlik. Seit 2007 gelingt es erstmals wieder, den Sieg ins NOS-Verbandsgebiet zu holen. Für die Appenzeller resultiert ein Kranz.

Claudia Frick
Merken
Drucken
Teilen
Andreas Fässler (oben) stellt den Eidgenossen Christoph Bieri. (Bild: pd)

Andreas Fässler (oben) stellt den Eidgenossen Christoph Bieri. (Bild: pd)

SCHWINGEN. Als einziger Appenzeller durfte Michael Bless vor die Ehrendamen treten. Zu Beginn reihte er Sieg an Sieg, unter anderem gegen den Festsieger des diesjährigen Innerschweizerischen, Christian Schuler, gefolgt vom Gestellten mit dem Routinier Bruno Gisler. Die mögliche Schlussgangteilnahme vergab Bless allerdings mit der Niederlage gegen Patrick Räbmatter. Mit der Maximalnote zum Schluss klassierte er sich auf Rang vier.

Bald ausser Reichweite

Für Andreas Fässler und Raphael Zwyssig rückten die Kranzränge bereits nach dem fünften Gang ausser Reichweite. Ersterer vergab die wichtigen Punkte mit dem Teilverbandskranzer Dominik Waser, mit welchem er nicht über ein Unentschieden hinaus kam. Zuvor, am Morgen, musste sich Fässler bereits im Duell mit dem Eidgenossen Christoph Bieri und Werner Suppiger die Punkteteilung notieren lassen. Das Eichenlaub verpasste der Appenzeller knapp um einen Viertelpunkt.

Wegen zwei Gestellten vom Vormittag war der Gaiser Raphael Zwyssig im vierten Gang gegen den Eidgenossen Andreas Ulrich gefordert. Die Niederlage war nicht abwendbar und der avisierte Kranzgewinn nicht mehr möglich.

Schläpfer verabschiedete sich schon früh aus dem Rennen um das begehrte Eichenlaub. Mit drei Gestellten zur Wettkampfhälfte bangte er aufgrund der geringen Punktzahl gar um die weitere Teilnahme. Auch der Pflichtsieg im vierten Gang verlieh Schläpfer keinen weiteren Aufschwung. Es folgte eine Niederlage gegen den Schwergewichtigen Tiago Vieria sowie ein weiteres Remis.

Duell der Jungen

4200 Zuschauern verfolgten den Schlussgang zwischen Armon Orlik, 21jährig, und dem 19jährigen Innerschweizer Joel Wicki. Einmal mehr zeigte sich ein Duell der nächsten Generation. In der vierten Minute gelang es Orlik mittels Kurz und Nachdrücken, den WeissensteinSchwinget für sich zu entscheiden. Für den Bündner ist es bereits der fünfte Kranzfestsieg in der laufenden Saison. Die Nordostschweizer Delegation zeigte zudem einen starken Auftritt. Nebst dem Festsieg gingen von den sechzehn verteilten Kränzen rund sieben an das NOS-Team.