Trickreiche FDP Herisau

Die FDP Herisau scheint wohl sehr überrascht worden zu sein von Paul Signers politischer Veränderung. Strategisch an die schweizweit serbelnde Mutterpartei angelehnt, reagieren sie im gegenwärtigen Wahlkampf sehr ungelenk.

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Die FDP Herisau scheint wohl sehr überrascht worden zu sein von Paul Signers politischer Veränderung. Strategisch an die schweizweit serbelnde Mutterpartei angelehnt, reagieren sie im gegenwärtigen Wahlkampf sehr ungelenk. Die für sich in Anspruch nehmende staatstragende Partei richtet ihre Politik nur noch auf Sesselkleberei aus und winkt die wichtigen tagespolitischen Aufgaben zum Schaden der Bevölkerung nur noch durch.

In diesem Wahlkampf ist der Kernpunkt des Versagens dieser Partei noch gar nie thematisiert worden. Die FDP Herisau hat keine Kandidatin oder Kandidaten für das Gemeindepräsidium stellen können. Für die eine Gruppe soll die Entschädigung zu klein sein, und die andere Gruppe traut sich dieses anspruchsvolle Amt nicht zu oder es fehlt schlicht an Fähigkeiten. Die auswärtige Person Ueli Strauss wurde nur von der FDP angefragt, politisch ist das unanständig, weil die anderen Parteien über eigene valable Kandidaten verfügen. Es wäre angezeigt gewesen, den anderen drei Parteien SP, CVP und SVP das Feld offiziell zu überlassen.

Das Wahlkomitee der FDP deckt ihren Ueli Strauss mit Lob ein und sieht in ihm Qualitäten, welche seinesgleichen suchen. Mit Verlaub und ohne Herr Strauss zu qualifizieren, das ist lächerlich und durchsichtig. Fast ausnahmslos kennen alle Mitglieder der FDP Ueli Strauss höchstens zwei, drei Sitzungsabende besser als ein interessierter Zeitungsleser. Die Erfahrung zeigt, dass Parteimitglieder sich erst durch eine gewisse Zeit an Mitarbeit einschätzen lassen. Da gehört auch die Verarbeitung von politischen Niederlagen dazu. Dieser übertriebene Lobgesang darf Herr Strauss wohl geniessen, er muss sich bei einer allfälligen Wahl aber bewusst sein, die versprochene Unabhängigkeit und Zielorientiertheit kann schnell zum Stolperstein werden. Die Wiederholung der diskreten Demontage wie damals beim Vorgänger von Paul Signer könnte dann rasch eintreten und schwelt noch in guter Erinnerung.

Im Sinne der gesetzlichen Regelung soll der Wohnort der Kandidaten Herisau sein. Die FDP trickst nun für ihre Ziele diese Regelung aus. Es ist zu hoffen, dass die Stimmbürger diese Machenschaften nicht unterstützen.

Für eine Absage dieser Trickpolitik kann nur die Wahl von Renzo Andreani (SVP) sorgen. Er verfügt über ehrliche Qualitäten und er hat sich politisch anständig über die Parteigrenzen hinaus qualifiziert.

Werner Messmer

Sangen 2755

9112 Schachen bei Herisau