Trennung erhält das Glück

Dass Männer und Frauen ursprünglich auf verschiedenen Planeten gelebt haben, ist für mich schon lange sonnenklar. Deshalb gibt es Dinge, die auch ein glücklich zusammenlebendes Paar unbedingt auf getrennten Wegen erledigen sollte – so es denn glücklich bleiben will.

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Dass Männer und Frauen ursprünglich auf verschiedenen Planeten gelebt haben, ist für mich schon lange sonnenklar. Deshalb gibt es Dinge, die auch ein glücklich zusammenlebendes Paar unbedingt auf getrennten Wegen erledigen sollte – so es denn glücklich bleiben will. Dazu gehört das Einkaufen, im speziellen das Einkaufen von Kleidern und Schuhen, was mit den ersten warmen Tagen wieder hochaktuell wird.

Bei der Ausübung dieser Freizeitbeschäftigung sind Männer und Frauen derart verschieden gestrickt, dass sie sich auf gemeinsamen Pfaden schon nach spätestens 30 Minuten in die (Baum-)Wolle geraten. Das hat einen einfachen, wenn auch nicht erklärbaren Grund: Frauen müssen dem Guten nachspüren, während das Gute die Männer von alleine findet. Als typische Ist-o.

k.-nehm- ich-Käufer, die ihrer Lieblingsfarbe und dem Lieblingsschnitt ein Leben lang treu bleiben, die nur schnell prüfen, ob es über dem Bauch nicht spannt und die Ärmellänge stimmt, decken sich Männer innert zehn Minuten mit dem Nötigsten ein. Dafür, also für das Nötigste und es bizzeli meh, müssen Frauen (fast alle Ich-muss-mir-das-noch-einmal-überlegen-Charaktere) oft weite Wege hinter sich bringen.

Sie sehen sich manchmal sogar gezwungen, die heimischen Gefilde zu verlassen und in fremden Städten nach Beute zu jagen, weil es in den ungefähr 100 zur Wahl stehenden Geschäften in der nahen Umgebung «überhaupt nichts Passendes gibt» – was Männer einfach fassungslos macht.

So heisst im anbrechenden Frühling das Rezept für jedes glücklich sich liebende Paar: Trennt Euch (für den Einkauf), es ist ja nur für ungefähr zehn Samstage!

Monika Egli

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