Der Herisauer «Treffpunkt» erhält einen neuen Pächter

Im Gastrobetrieb am Obstmarkt soll nach dem Willen der Eigentümer nächstes Jahr ein neues Kapitel aufgeschlagen werden.

Karin Erni
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Vor fast fünf Jahren war der Herisauer «Treffpunkt» revitalisiert und mit leicht geändertem Konzept wiedereröffnet worden. Doch dieses scheint heute bereits nicht mehr zeitgemäss zu sein. Die Öffnungszeiten des Lokals wurden immer mehr eingeschränkt. Zurzeit ist das Restaurant an fünf Tagen noch von 16 bis 24 Uhr geöffnet. Diese Entwicklung beobachtet Pascal Waldburger mit Bedenken.

«Der damalige Neustart und die Revitalisierung haben sich nicht, wie erhofft in den Besucherzahlen widerspiegelt».

«Wir haben uns aus der Zusammenarbeit mit einem Kenner der lokalen Gastroszene, dem heutigen Pächter der Alpstein Gastro AG, mehr Aufschwung erhofft», so der Vertreter der Schowa AG, welcher die Liegenschaft gehört.

Betriebskonzept ist überholungsbedürftig

Gemäss Pascal Waldburger, ist es nun Zeit für ein neues Kapitel am Obstmarkt. Ende Mai kommenden Jahres läuft der bestehende Pachtvertrag aus. Er wurde in gegenseitigem Einverständnis nicht mehr verlängert.

«Wir planen einen Neubeginn und suchen dafür einen neuen Partner mit einem erfolgversprechenden Gastrokonzept, denn wir sehen nach wie vor grosses Potenzial an diesem zentral gelegenen Ort im Zentrum von Herisau.»

Der Neustart für den «Treffpunkt» mit seinen 145 Innen- und 65 Terrassenplätzen soll in der zweiten Hälfte 2020 erfolgen.

Sicher ist gemäss Pascal Waldburger, dass das bestehende Konzept einer Musikbar mit Restaurant überholungsbedürftig ist. «In den fast 20 Jahren seit Inbetriebnahme des ‹Treffpunkts› hat sich das Ausgehverhalten des Publikums stark verändert.» Ausschweifender Alkoholkonsum am Feierabend und das Rauchen im Restaurant seien passé, das schon fast rituelle wöchentliche gesellige Zusammenhocken und die langen Abende nach dem Vereinstraining weniger geworden. «Heute ist gesund und abwechslungsreich angesagt, es soll sowohl am Mittag wie am Abend schnell gehen, die Qualität und der Service müssen stimmen.»

Zurzeit würden fleissig neue Ideen für das zentral gelegene Lokal im Herzen von Herisau gesucht, sagt Pascal Waldburger. «Es sind diesbezüglich bereits diverse Gespräche mit Interessenten geführt worden. Es können jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Informationen herausgegeben werden.»

Zudem erwähnt er, dass sich weitere Interessierte gerne bei ihm und seinem Vater Reini Waldburger melden können, um gemeinsam Visionen für den «Treffpunkt» zu besprechen. «Wir streben langfristige Lösungen und Partnerschaften an und wollen uns bei der Evaluation die nötige Zeit lassen.»

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