TREFFEN: Mit sexy Vespas unterwegs

Über das Auffahrtswochenende findet zum zweiten Mal die «Vespina» statt. Vespa-Enthusiasten touren vier Tage lang durch das hügelige Appenzellerland. Organisator Roland Küng erzählt von der Faszination.

Jonas Manser
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Die Vespas sollten möglichst originalgetreu sein: so auch die «Nonna» von Roland Küng. (Bild: PD)

Die Vespas sollten möglichst originalgetreu sein: so auch die «Nonna» von Roland Küng. (Bild: PD)

Jonas Manser

jonas.manser@appenzellerzeitung.ch

Im Jahr 1946 kam das «Entchen» auf die Welt. Sie hatte 98 cm3 Hubraum und erreichte eine Geschwindigkeit von 60 km/h. Die Rede ist hier von der ersten Vespa. Das billige Fortbewegungsmittel wurde schnell zum Kult, und bereits in den 50er- und 60er-Jahren führten Liebhaber der Vespa Ausfahrten und Treffen durch. So auch Roland Küng. Er organisiert vom 25. bis 28. Mai die «Vespina», in welcher zirka 120 Teilnehmer über vier Tage mit der Vespa das hügelige Appenzellerland befahren werden.

Verglichen mit den internationalen «Vespa World Days», wo sich über 5000 Vespa-Liebhaberinnen und -Liebhaber sammeln, sei die «Vespina» ein kleiner Event, so Küng. «Dafür lernt man in den vier Tagen jeden kennen. Es ist viel persönlicher.» Auch wenn 120 Teilnehmer nicht nach einer grossen Zahl klingen mag: «An diesem Wochenende wird sich unsere Vespa-Kolonne bis zu einem Kilometer erstrecken!»

Vier Tage volles Programm im Appenzellerland

An jedem Tag wird von morgens bis abends getourt. Angelehnt an die Ausfahrten von früher wird an der «Vespina» noch mit der Landkarte navigiert. Morgens wird zusammen mit Vorfahrern und Schlusslichtern das Appenzellerland auf zwei Rädern entdeckt. Am Nachmittag finden die Vespas alleine oder in kleineren Gruppen mit einer Schnitzeljagd den Weg zurück nach Appenzell.

Am Abend kehrt man wieder in die gemeinsame Unterkunft mit Massenlager ein. Das Zusammensein würde die «Vespina» von anderen Treffen unterscheiden. Küng organisiert die «Vespina» dieses Jahr zum zweiten Mal.

Sie solle nicht immer am gleichen Ort stattfinden. Für den Organisator aus Frauenfeld ist das Appenzellerland perfekt für Vespa-Ausfahrten: «Es hat wenig Verkehr, die Landschaft ist wunderschön und unverbaut.» Das Appenzellerland biete den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Schweiz, Deutschland und Österreich eine Vielfalt an Touren an. Am Freitag wird die Vespa-Kolonne um 17 Uhr bis 18.30 Uhr auch Halt auf dem Landsgemeindeplatz in Appenzell machen. Es bietet sich die Gelegenheit, die mit viel Liebe in Stand gehaltenen oder restaurierten Oldtimer bestaunen zu können. Die Vespa ist die Passion von Roland Küng. «Auch heute noch finde ich die Vespas optisch sexy», schwärmt er.

Heutzutage gäbe es den Trend, die Vespa in ihrem Originalzustand zu erhalten. Man solle das Alter des geliebten Fahrzeuges gerne erkennen können. Vor zwölf Jahren hat es ihn gepackt. Nicht nur das Fahrgefühl würde die Faszination ausmachen. Die alten Vespas seien relativ einfach aufgebaut, nur mit der allernotwendigsten Elektrik ausgestattet. Man stecke viel Zeit in die pflegebedürftigen Maschinen und entwickle so eine enge Verbindung. Durch die gemeinsamen Ausfahrten und Treffen neu gewonnenen Freundschaften würden dies zu einem wundervollen Erlebnis abrunden.

Hinweis

Vom 25. bis 28. Mai findet die «Vespina» im Appenzellerland statt. Am Freitag parkieren die Vespa-Enthusiasten ihre Schmuckstücke von 17 bis 18.30 Uhr auf dem Landsgemeindeplatz in Appenzell. Mehr Informationen findet man auf: www.vespina.ch

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