Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

TREFF 12: «Glück auf» am Treff 12

Peter Bitschnau, der den Steinbruch Starkenbach seit 2010 führt, begrüsste eine stattliche Anzahl Interessierte des Treff-12-Anlasses im Steinbruch Starkenbach.
Erika Wittenwiler
Auch in Stein gemeisselt sorgt die Heilige Barbara für Schutz. (Bild: PD)

Auch in Stein gemeisselt sorgt die Heilige Barbara für Schutz. (Bild: PD)

Peter Bitschnau, der den Steinbruch Starkenbach seit 2010 führt, begrüsste eine stattliche Anzahl Interessierte des Treff-12-Anlasses im Steinbruch Starkenbach. Er gab interessante Einblicke in die Produktionsabläufe und führte uns sicher durch die imposante Felslandschaft. Der Steinbruch Starkenbach in Alt St. Johann ist dem Tiefbauamt vom Kanton St. Gallen angegliedert und wird privatwirtschaftlich, umsatz- und gewinnorientiert geführt. Der Steinbruch ist regional verankert im Toggenburg. Der Startschuss für diesen Steinbruch fiel bereits 1918. Mit der Produktion wurde 1919 begonnen. 30 Arbeiter führten den Felsabtrag damals noch in mühseliger Handarbeit durch. Ursprünglich diente der Steinbruch als Materiallieferung für den Strassenbau und für den Unterhalt von Wattwil nach Gams der Kantonsstrasse.

1922 wurde mit der Kiesproduktion begonnen, und eine Siebanlage und Brecher für die Herstellung von Sand und Splitte wurden installiert. Der reine Alpenkalk, der hier abgebaut wird, hat eine hell bis dunkelgraue Farbe, mit hoher Festigkeit für Fundationen und vielen anderen Anwendungen im Bau und Strassenbau.

Bis zum heutigen Zeitpunkt wurden die Anlagen immer wieder umgebaut und erneuert. Die Vorlegsteine (formwild) sind ein gefragtes Produkt, da der Alpenkalk gegen Umwelteinflüsse sehr stabil ist und zum Beispiel für Bachverbauungen sehr geeignet ist. Derzeit sind zehn Mitarbeiter beschäftigt, die für einen Jahresausstoss an Kies und Schotter ­ von 45000 Kubikmeter sorgen. Der Abbau erfolgt durch Sprengen, Laden, Transportieren, Brechen, Sortieren und Sieben bis zum ­fertigen Produkt. Die Palette der Produkte, die hier verkauft werden, geht von Sand (0 bis 3 mm) bis zu den Vorlegesteinen von über 3000 Kilogramm. ­ Diese werden schweizweit ausgeliefert.

Beeindruckt standen wir am Fusse des Steinbruchs unter der 100 Meter hohen Felswand, die in Etagen zu 20 Metern Höhe angelegt werden. Die Zufahrtsstrasse mit einer Steigung von 36 Prozent kann nur mit Allraddumper befahren werden.

Ein Stein ist nicht einfach nur ein Stein für Peter Bitschnau. Er lebt und liebt seinen Beruf mit grosser Leidenschaft. Das spürten wir bei seinen anschaulichen und manchmal schon fast ­philosophischen Ausführungen. Nächstes Jahr wird der Steinbruch 100-jährig. Es bleibt zu hoffen, dass die heilige Barbara (die Schutzpatronin der Mineure), alle Mitarbeitenden des Steinbruches bei ihrer anspruchsvollen Arbeit beschützt und die guten Steine aus Starkenbach noch so manche Mauer zieren werden.

Im Steinbruch wird auch die Gastfreundschaft grossgeschrieben. Beim offerierten Apéro bot sich die Gelegenheit für weitere interessante Gespräche.

Erika Wittenwiler

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.