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TRAUMBERUF: Ein Beruf für Naturverbundene

Andrea Ehrbar ist überzeugt, als Landschaftgärtnerin die richtige Berufswahl getroffen zu haben. Die Arbeit mit Pflanzen im Freien gefällt ihr. Selbst Regen und Kälte können ihrer Begeisterung keinen Abbruch tun.

Andrea Ehrbar wusste schon früh, dass sie einmal einen Beruf haben will, bei dem sie draussen in der Natur arbeiten kann. «Ein Bürojob kam für mich nie in Frage», sagt die 19-Jährige überzeugt. Sie fühlte sich schon immer mit der Natur verbunden. Eine Schnupperlehre als Floristin sagte ihr jedoch nicht zu. «Ich mochte die Arbeit mit Pflanzen, jedoch nicht, dass ich den ganzen Tag im Laden war.» Als sie dann probeweise als Landschaftsgärtnerin bei Markus Wagner arbeitete, war sie sofort begeistert vom Beruf.

Die richtige Wahl getroffen

Mittlerweile ist sie im dritten und letzten Lehrjahr und noch immer überzeugt, die richtige Berufswahl getroffen zu haben. «Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich», sagt sie. Im ersten Lehrjahr hätte sie vor allem Gartenpflegearbeiten wie Rasenmähen, Jäten oder Sträucherstutzen übernehmen müssen. Das habe sie allerdings nicht gestört, da sie gerne im Freien arbeitet und auch vor harter körperlicher Arbeit nicht zurückschrecke. Sogar in ihrer Freizeit widmet sich die 19-Jährige dem Rasenmähen. Bei ihrem Hobby setzt sie allerdings auf eine traditionellere Methode, um den Rasen auf die gewünschte Länge zu kürzen. Im Handmähen erreichte sie an der Europameisterschaft im August den fünften Rang. Im zweiten Lehrjahr als Landschaftsgärtnerin durfte sie anspruchsvollere Aufgaben übernehmen. Dazu gehört der Bau von Mauern, Wegen, Treppen und Plätzen.

Das sei zwar mental wie auch körperlich fordernder, dafür vergehe die Zeit auf dem Bau schneller, sagt sie. An der Arbeit in einem kleinen Betrieb mit nur sieben Mitarbeitern gefällt ihr besonders, dass man sich im Team gut kennt, bei Fragen schnell und unkompliziert Hilfe bekommt und die Arbeitsabläufe eingespielt sind.

Die Arbeit als Landschaftsgärtnerin hat jedoch auch Schattenseiten. Das Wetter nimmt nicht immer Rücksicht auf die Arbeitszeiten der Landschaftsgärtner. Auch bei Wind und Regen wird gearbeitet. «Daran gewöhnt man sich aber schnell», sagt Andrea Ehrbar. Ausserdem sind Landschaftsgärtner hauptsächlich von Frühling bis Herbst im Einsatz. Dann jedoch oft länger als die üblichen acht Stunden pro Tag. In den Wintermonaten seien die Arbeitstage dementsprechend kürzer, sagt Ehrbar.

Über 410 Pflanzen und ihre Eigenschaften kennen

An einem Tag pro Woche besucht Andrea Ehrbar das Berufs- und Weiterbildungszentrum in Rorschach. Das erste Schuljahr war der Botanik gewidmet. Über 410 Pflanzen müssen die angehenden Landschaftsgärtnerinnen und -gärtner erkennen können, über ihre Eigenschaften und Besonderheiten Bescheid wissen sowie die lateinischen Namen beherrschen. «Am Anfang muss man viel auswendiglernen. Gerade bei den lateinischen Namen ist das manchmal frustrierend, weil man diese bei der Arbeit nicht wirklich braucht», sagt Ehrbar. Im 2. und 3. Jahr beschäftigen sich die angehenden Landschaftsgärtner mit Themen, die sie zur Arbeit auf dem Bau benötigen. Dabei sind vor allem mathematische Fähigkeiten gefragt.

Jedem Schulabgänger würde Andrea Ehrbar die Lehre als Landschaftsgärtner nicht empfehlen. «Man muss naturverbunden und fleissig sein sowie den Willen zu harter körperlicher Arbeit mitbringen», sagt sie. Ihr gefällt die Arbeit jedoch so gut, dass sie nach dem Lehrabschluss im kommenden Sommer als Landschaftsgärtnerin weiterarbeiten möchte. Die freie Zeit in den Wintermonaten will sie künftig dazu nutzen, um als Skilehrerin zu arbeiten. Denn selbst in der kalten Jahreszeit zieht es Andrea Ehrbar in die Natur.

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@appenzellerzeitung.ch

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