Trapper, Bürgerkriegssoldaten oder Unabhängigkeitskämpfer: Amerikanische Geschichtsstunde im Vorderland

Historienfans haben in Wolfhalden gelebt wie ihre Vorbilder vor 200 Jahren. Sogar aus Köln reisten sie an.

Simon Huber
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Ein Trapper mit der Ausrüstung, die man während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts für Expeditionen brauchte. (Bild: Simon Huber)

Ein Trapper mit der Ausrüstung, die man während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts für Expeditionen brauchte. (Bild: Simon Huber)

In Wolfhalden geht das zehntägige «American Living History Camp» zu Ende. Es war bereits das Siebte seiner Art, wobei das Ganze nur jedes zweite Jahr stattfindet. 2007 wurde die Wiese neben dem Restaurant Harmonie das erste Mal zum Schauplatz der Amerikanischen Geschichte.

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Die Idee dazu hatte Mathias Wild, der auch heute noch der Organisator des Camps ist. Die Teilnehmerzahl heuer sei mit 18 eher tief, andere Jahre waren bis zu 50 Leute anwesend. Die Kleider der Teilnehmer variieren in der Thematik von Bürgerkrieg über Trapper bis zum Unabhängigkeitskrieg. Mathias Wild sagt:

«Wichtig ist, was man hier darstellt, nicht was man im normalen Leben macht.»

Auf dem Programm standen ein Ausflug zum Schiessstand in Altstätten, ein Sonntagsbrunch mit den Gemeindevertretern von Wolfhalden, Käsefondue mit den Besitzern der Wiese und ein Besuch im Historischen Museum in Wolfhalden.

Für das Camp in zwei Jahren steht die Idee im Raum, mehr Handwerk zu präsentieren. Dies in Form einer Sattlerei, Weberei, Stickerei und einer Schmiede dazu. «An einem vergangenen Camp hatten wir in diesen zehn Tagen einen Ofen aus Lehm vom naheliegenden Bach, sowie aus Stroh vom benachbarten Bauern gebaut», sagt Wild.