Training, Spiel und Spass in Urnäsch

Seit vorgestern trainieren auf dem Sportplatz Feld in Urnäsch 35 Kinder und Jugendliche im Raiffeisen Football Camp. Nebst Tips und Tricks im Umgang mit dem runden Leder werden ihnen dort auch Werte wie Fairness und Teamgeist vermittelt. Organisiert wird das Camp von MS Sports.

Patrick Baumann
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Das Raiffeisen Football Camp findet bei herrlichem Wetter auf der Sportanlage Feld in Urnäsch statt. (Bilder: Patrick Baumann)

Das Raiffeisen Football Camp findet bei herrlichem Wetter auf der Sportanlage Feld in Urnäsch statt. (Bilder: Patrick Baumann)

URNÄSCH. Es ist heiss am Montagvormittag auf der Sportanlage Feld in Urnäsch. Die 35 fussballbegeisterten Campteilnehmer scheint dies nicht zu stören. Trotz der Hitze wird gedribbelt, gegrätscht und gerannt. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen sich bereits in den ersten Stunden begeistert. «Mir gefällt es bis jetzt sehr gut», sagt der achtjährige Maximilian, der beim FC Teufen trainiert. Er sei nach Urnäsch gekommen, weil er gerne Fussball spiele und viel dazulernen wolle. Auch Noël ist begeistert. «Mir hat es hier von Anfang an gefallen», sagt der Sechsjährige, der sonst bei den F-Junioren des FC St. Gallen spielt.

Grundlagen und Taktik

«Wir wollen den Kindern und Jugendlichen mit diesen Fussballtrainings in erster Linie eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung während der Schulferien bieten», sagt Campleiter Enrico Heiner. «Mit den Jüngsten trainieren wir Grundlagen wie Passen, Schiessen oder die Ballannahme.» Bei den älteren Jahrgängen nehme man durchaus auch taktische Konzepte ins Training auf. «Der Spass kommt dabei natürlich nie zu kurz», so der studierte Sportwissenschafter weiter. Nebst dem Training der fussballerischen Fähigkeiten soll auch an den sozialen Fähigkeiten der Teilnehmenden gefeilt werden. Sinnbildlich dafür steht eine Szene im ersten Spiel, als der Trainer einen seiner Schützlinge darauf aufmerksam macht, dass er den Ball ins Aus gedribbelt habe. «Ihr müsst immer fair sein und aufhören zu spielen, wenn der Ball im Aus ist», ruft der Trainer aufs Feld. Solche Szenen zwischen Trainer und Spielern gehören zum Konzept des Fussballcamps. «Wir versuchen den Kindern und Jugendlichen spielerisch Werte wie Fairness und Teamgeist zu vermitteln», sagt Heiner. Diese Werte sollen in erster Linie von den Trainern transportiert werden.

Volles Programm

Neben zwei Trainings pro Tag, die immer von unterschiedlichen Trainern durchgeführt werden, wird den fussballbegeisterten Kindern und Jugendlichen ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. Mit im Preis inbegriffen ist jeweils ein Mittagessen. «Zwischen 13 und 14 Uhr steht täglich ein anderes Mittagsprogramm auf dem Plan. Wir spielen beispielsweise Lotto, tauschen Panini-Bilder oder veranstalten ein Penalty-Turnier», sagt Heiner. Zudem organisiere man heute eine kleine Olympiade, in der sich die Teilnehmenden in unterschiedlichen Disziplinen wie Dribbling oder Torschuss messen können. «Am Freitag führen wir dann ein Abschlussturnier durch, an dem die Kinder und Jugendlichen zeigen können, was sie bei den Trainings gelernt haben.»

Mit dem Interesse am Camp zeigt sich Enrico Heiner knapp zufrieden. «Mein Ziel waren 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Nun sind es 35 geworden. Das sind immerhin 15 mehr als im vergangenen Jahr», sagt er. Das Fussballcamp in Urnäsch zähle zu den kleineren. Im Raum Zürich oder in der Westschweiz gäbe es auch grössere Camps mit bis zu 160 fussballbegeisterten Teilnehmenden.