Trainieren wie die Profis

Nach der Premiere im Vorjahr findet in Kirchberg diese Woche auf dem Fussballplatz Sonnmatt zum zweiten Mal das Raiffeisen Football Camp statt. 50 Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren frönen ihrem liebsten Hobby. Die Begeisterung ist riesig, die Stimmung dementsprechend auch.

Beat Lanzendorfer
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FUSSBALL. Seit sechs Jahren führt MS Sports erfolgreich Fussball-Camps durch. Im Jahre 2014 ist das Team Gast an 65 Standorten, wobei man mittlerweile in jedem Kanton der Schweiz mindestens ein Camp durchführt. In der Woche vom 28. Juli bis 1. August ist die Crew um Camp-Gründer Mario Sager an sechs verschiedenen Standorten. Kirchberg gehört auch dazu, hier haben sich insgesamt 50 Kinder (46 Knaben/4 Mädchen) angemeldet.

Ein engagiertes Trainerteam kümmert sich um die Kids. In Kirchberg obliegt die Leitung Timo Schmid aus Luzern, der weitere vier Trainer um sich geschart hat. Einer von ihnen ist Nicolas Stocker, Bruder von Valentin, langjähriger Basler und neu bei Hertha Berlin, der ebenfalls Fussball spielt und über Erstligaerfahrung verfügt. Mit Vitus Cabernod und Rolf Sennhauser, beide aus Wil, kommen auch zwei Trainer aus der Region. Die Trainingseinheiten sind sehr abwechslungsreich und beginnen täglich um 10 Uhr. Im Vordergrund steht die Freude am Fussball. Es versteht sich von selbst, dass praktisch ausschliesslich mit Ball trainiert wird, damit auch eine Verbesserung der Technik erzielt werden kann. Im Gespräch mit den Kindern wird schnell deutlich, dass alle mit Begeisterung bei der Sache sind. «Es ist cool hier», ist einer der meistgehörten Sätze. Auch Camp-Leiter Timo Schmid ist zufrieden: «Bei der ersten Austragung im Sommer 2013 waren es 25 Kinder, nun sind es bereits 50, das bestätigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.»

Einheitliches Tenü

Die 46 Knaben und immerhin vier Mädchen dürfen sich während einer Woche wie die Profis fühlen. Sie werden von 10 bis 16 Uhr betreut und treten in einheitlichen Tenüs auf. Die blauen T-Shirts leuchten schon von weitem. Hinzu kommen Hosen, die passenden Stulpen und weiteres Material wie Getränkebidon und – logischerweise ein Ball. Auch das Mittagessen wird gemeinsam eingenommen – für dieses dislozieren Teilnehmer und Trainer in den nahen Toggenburgerhof. Und weil die Kids nicht lange ruhig sitzen können, gibt es jeweils ein Mittagsspiel. Am Montag hiess dieses Penaltyschiessen. Dieses gewannen Finn Rüdlinger, Kirchberg, Raffael Wagner, Lütisburg sowie Marco und Sandro Loser aus Wiesen in ihrer jeweiligen Alterskategorie. Letztere sind die Söhne von Hanspeter und Maria Loser vom Restaurant Schäfli. Da scheint sich ein prächtiger Fussball-Nachwuchs zu entwickeln. Als kurzweilig erwies sich auch das Lotto oder der Spass mit grossen Panini-Bildern.

Höhepunkt am Freitag

Das Beste haben sich die Organisatoren für den Freitag aufgespart. Sie stellen am Nationalfeiertag eine Mini-WM auf die Beine. Bei diesem Fussball-Turnier darf man sich fühlen wie die Grossen in Brasilien, vielleicht spielt bis dann das Wetter auch wieder mit. Hier sind dann auch die Eltern der Sprösslinge willkommen, ihnen wird ein Apéro serviert und wer weiss, eventuell erwacht ja in den Vätern oder Müttern der Spieltrieb und sie schnüren die Fussballstiefel gleich selber.

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