TRADITIONSBEIZ: Neuer Schwung in der «Mult»

Vor rund zwei Monaten wurde in Gossau, nahe der Grenze zu Herisau, das Restaurant Traube Mult unter «appenzellischer» Leitung wiedereröffnet.

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Eric Studer, Orlando Rohner und Pascal Hauser führen das bekannte Restaurant Mult. (Bild: Ralph Ribi)

Eric Studer, Orlando Rohner und Pascal Hauser führen das bekannte Restaurant Mult. (Bild: Ralph Ribi)

Die neuen Gastgeber des Restaurants Mult Eric Studer, Pascal Hauser und Orlando Rohner stammen alle drei aus dem Appenzellerland oder haben einen Bezug dazu. Rohner ist in Herisau aufgewachsen und Studer hat die Lehre hier absolviert. Kennengelernt haben sich die beiden Köche im Gossauer «Freihof», Studer und Hauser während der Lehrzeit. «Eric kam schliesslich damit an, dass die ‹Mult› in Goss­au zu haben wäre. Als wir sie besichtigten, haben wir uns alle gleich in das Haus verliebt», erinnert sich Rohner. Die Lage ist es schliesslich auch, die alle als grossen Vorteil nennen. «Die Mischung macht’s aus – man ist hier auf dem Land und trotzdem zentral gelegen.»

In der Gaststube selber wurden nur Kleinigkeiten, wie beispielsweise das Inventar oder die Dekoration, angepasst. Und dies ganz bewusst. «Wir wollten keine allzu grosse Veränderung. Vielmehr streben wir eine Mischung von Altem und Neuem an», sagt Studer. Mit den neuen Impulsen weise man auf die gelebten Traditionen im Restaurant Mult hin. So bleibt beispielsweise der beliebte Chäsappich und Stockfisch am Aschermittwoch erhalten. Auch das Multfest soll weiterleben – wenn auch die Organisation dafür nicht in den Händen der neuen Betreiber liegt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Speisekarte. Die Zutaten dafür sollen in erster Linie regional sein – das Kalbfleisch beispielsweise stammt vom ansässigen Hof. «Unser Ziel ist klar, so vieles wie möglich selber herzustellen», so Rohner. Unbedingt wolle man bodenständig bleiben. Hauser: «Der Geschäftsmann soll sich genauso wohl fühlen wie Familien oder Wanderer.» Entsprechend werde auch die Karte angepasst. Nebst der gutbürgerlichen Küche soll sich darin auch Spezielles, wie etwa ein mediterranes Risotto, wiederfinden.

Manuela Bruhin/Karin Erni

redaktion@appenzellerzeitung.ch

Öffnungszeiten

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Ruhetage: Dienstag und Mittwoch