Tradition ist Familiensache

WILDHAUS. Hans Wenk übernahm das Hotel Schönenboden vor 22 Jahren von seinen Eltern. Jetzt kauften Barbara Sutter aus Unterwasser und der «Schönenbödler» Walter Wenk das Hotel. Am 10. Mai wird es wiedereröffnet.

Christiana Sutter
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Hans Wenk (links) verkaufte das Hotel Schönenboden an Barbara Sutter (zweite von rechts) und seinen Bruder Walter (rechts). Seit 2002 war Elisabeth Wenk (zweite von links) Gastgeberin im «Schönenboden». Sie ist noch bis am 23. März im Familienbetrieb anzutreffen. Nach einer kurzen Renovationszeit wird der «Schönenboden» am 10. Mai wiedereröffnet. (Bild: Christiana Sutter)

Hans Wenk (links) verkaufte das Hotel Schönenboden an Barbara Sutter (zweite von rechts) und seinen Bruder Walter (rechts). Seit 2002 war Elisabeth Wenk (zweite von links) Gastgeberin im «Schönenboden». Sie ist noch bis am 23. März im Familienbetrieb anzutreffen. Nach einer kurzen Renovationszeit wird der «Schönenboden» am 10. Mai wiedereröffnet. (Bild: Christiana Sutter)

Am Sonntag, 23. März, ist Elisabeth Wenk zum letzten Mal Gastgeberin im «Schönenboden» in Wildhaus. Seit dem 1. November 2002 durfte sie Gäste aus dem In- und Ausland bewirten. Die ersten vier Jahre zusammen mit ihrem jüngsten Bruder Walter und dessen Lebenspartnerin Barbara Sutter. Seit 1992 ist Hans Wenk der Besitzer des Hotels Schönenboden. Zuvor war er während mehreren Jahren Pächter. Er kaufte das Hotel als 31-Jähriger von seinen Eltern, Maria und Josef Wenk, ab. Diese wiederum übernahmen das Restaurant mit Gästezimmer 1961 von Marias Eltern, Peter und Maria Decurtins.

Zeit war nicht reif

Auf Anfang April verkauft Hans Wenk das Hotel seinem Bruder Walter und dessen Partnerin Barbara Sutter. «Ich bin glücklich, dass der <Schönenboden> ein Familienbetrieb bleibt», sagt Elisabeth Wenk. Sie stellt sich nochmals einer neuen Herausforderung und wird ab dem 12. April das Café Holzerstübli im Städtli Werdenberg führen. «Zum einen freue ich mich auf meine neue Aufgabe und zum anderen darüber, dass ich den <Schönenboden> in guten Händen weiss.»

Barbara Sutter und Walter Wenk verliessen im Februar 2006 das Toggenburg in nördlicher Richtung an den Rhein nach Wagenhausen. «Wir hatten ein interessantes Angebot», sagt Barbara Sutter. Bis Ende März führen sie den Campingplatz Wagenhausen mit einem Restaurant, ein paar Hotelzimmern und einer Minigolfanlage. Schon beim Wegzug aus dem Toggenburg waren sie am Kauf des «Schönenbodens» interessiert. «Damals war die Zeit eines Verkaufs durch Hans Wenk noch nicht reif», sagt Sutter.

«Zämesitze – zäme schwätze»

Nach all den Jahren am Rhein mussten sich Walter Wenk und seine Partnerin eingestehen, dass der Ruf des Toggenburgs stärker war, als sie je geglaubt hätten, «und ausserdem ist jetzt die Zeit da, dass wir das Hotel Schönenboden kaufen können». Ihr Ziel ist es, dass der «Schönenboden» ein Treffpunkt für Einheimische und Gäste, Ruhe- und Bewegungssuchende wird. Im weiteren will der Küchenchef Walter Wenk die Gäste mit kreativen und traditionellen Speisen verwöhnen. «Auch soll die Toggenburger Tradition und Kultur einen Platz bei uns einnehmen», sagt die zukünftige Gastgeberin Barbara Sutter. Sie werden einen langen Tisch einführen. Dort ist das Motto: «Zämesitze – zäme schwätze». Barbara Sutter und Walter Wenk sind bestrebt, dass sie bis zur Wiedereröffnung Mitte Mai einen Hauch von Frische in die Räumlichkeiten bringen. Deshalb werden das Restaurant, die «Buurestube» und einige Zimmer einer sanften Renovation unterzogen.

Das Hotel Schönenboden bleibt vom 24. März bis 9. Mai geschlossen. Wiedereröffnung ist am 10. Mai. www.hotel-schoenenboden.ch