TRADITION: Die Welschen in Urnäsch

Am Samstag hat der 17. Striichmusigtag stattgefunden. Rund 800 Besucher aus der ganzen Schweiz lockte dieser ins Appenzellerland.

Elias Eggenberger
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«Es herrschte eine angenehme Stimmung am Striichmusigtag», sagt Stefan Waldburger. (Bild: PD)

«Es herrschte eine angenehme Stimmung am Striichmusigtag», sagt Stefan Waldburger. (Bild: PD)

Elias Eggenberger

elias.eggenberger@ appenzellerzeitung.ch

Trachten, Geigen, Hackbretter und Dudelsäcke waren samstags in Urnäsch in diversen Lokalen zu ­sehen. Am alljährlichen Striichmusigtag gaben zwölf verschiedene Formationen aus dem Appenzellerland und dem Toggenburg ihre Musik zum Besten. Das Thema war «Vielsaitig». Ein Wortspiel, das zum Anlass passe, findet Stefan Waldburger, OK-Präsident des Striichmusig­tages. Eingestrichen wurde der Event von den Jungstreichern. Am Samstagmittag spielten die Jungformationen in der «Krone» und der «Schönau». Ein weiterer Höhepunkt war das traditionelle Kirchenkonzert. «Anlässlich der 600-Jahr-Feier stellten wir es unter das Motto Geschichte der Appenzellermusik», erzählt Waldburger. Rund 600 Zuschauer hörten sich das Konzert an. «Nicht nur Leute aus der Region kamen, sondern Besucher aus der ganzen Schweiz», sagt Waldburger. Gut 80 Prozent seien Auswärtige. Sogar aus dem Welschland hatte man Gäste. Erfreut zeigt sich Waldburger über die ausgebuchten Konzerte. Die Kirchen und Lokale seien gut besetzt ­gewesen. Gesamthaft reisten gut 800 Besucher nach Urnäsch, um dort den Striichmusigtag mitzuerleben. Zwischenfälle habe es keine gegeben. Etwas Ernsteres sei glücklicherweise noch nie passiert, versichert Waldburger. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung am Sonntag­morgen mit einem Gottesdienst – begleitet natürlich von Streichmusikern. Traditionsgemäss wird dort zum Abschluss das Lands­gemeindelied gesungen. Waldburger schaut zufrieden auf den Anlass zurück. « Es war eine sehr schöne Stimmung», sagt er.

Dass die Innerrhoder Landsgemeinde am selben Wochen­ende stattfindet wie der «Striichmusigtag», schade diesem nicht, ist Waldburger überzeugt. Im Gegenteil: «Viele Besucher kommen an den Striichmusigtag, übernachten im Appenzellerland und besuchen am Sonntag auch die Landsgemeinde.»