TOURISMUS: Toggenburg plant Flugplatz für High Society

Wildhaus statt Saint-Tropez, Churfirsten statt Mittelmeer: Mit dem Bau eines Flugplatzes lockt Toggenburg Tourismus den naturliebenden Jetset an. Unlängst wurde das Baugesuch eingereicht.

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Ab 2019 sollen am Toggenburg Airport in Wildhaus die Privatjets der Schönen und Reichen landen können. (Bild: PD)

Ab 2019 sollen am Toggenburg Airport in Wildhaus die Privatjets der Schönen und Reichen landen können. (Bild: PD)

Wie aus einer Medienmitteilung von Toggenburg Tourismus hervorgeht, soll bereits in zwei Jahren in Wildhaus der erste Privatjet starten und landen. Mit dem Flughafenprojekt erschliesst sich die Marketingorganisation neue Märkte. Jasmin Wenk, Co-Geschäftsführerin: «Der Jetset wendet sich von der Hektik der Städte ab und sucht vermehrt das Erlebnis in der friedlichen Natur. Wandern steht bei ihnen hoch im Kurs. Unsere Region ist prädestiniert dafür.» Mit dem Toggenburg Airport wollen sich die Verantwortlichen gleich lange Spiesse im Konkurrenzkampf mit Ibiza, New York City und Miami verschaffen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Landebahn mit alpiner Neigung

Bereits bekannt ist: Der Flugplatz wird über eine Start- und Landebahn verfügen, die sich harmonisch in die wunderschöne Berglandschaft vor den Churfirsten einfügt. Aufgrund der fünfprozentigen Neigung muss die Landebahn um circa 50 Prozent verlängert werden, damit sie ausreichend Bremsraum aufweist und den europäischen Sicherheitsbedingungen genügt. Fünf Hangargebäude bieten Abstellraum für die Jets der wohlhabenden Gäste. Finanziert wird das Projekt vollumfänglich von einem privaten Konsortium. «Die Steuerzahler müssen sich keine Sorgen machen», wird Jasmin Wenk zitiert. Die Baukosten betragen 65 Millionen Franken. Und auch die Einheimischen profitieren: In der Nebensaison werden auf dem Gelände Veranstaltungen für die Bevölkerung stattfinden, unter anderem die Viehschau. (pd/red)

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