Torhüter rettet den einen Punkt

FUSSBALL. Der FC Wattwil Bunt 1929 beendet seine erste Saison in der 2. Liga in einem Auswärtsspiel gegen den FC Uzwil mit einem Unentschieden. Die Wattwiler belegen mit diesem Resultat Rang sieben in der Tabelle.

Rolf Freitag
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Den einen Punkt, den der FC Wattwil Bunt im letzten Spiel der Saison gegen den FC Uzwil verbuchen konnte, ist dem Torhüter Stefan Bollhalder und den Abwehrspielern zu verdanken. (Bild: Walter Züst)

Den einen Punkt, den der FC Wattwil Bunt im letzten Spiel der Saison gegen den FC Uzwil verbuchen konnte, ist dem Torhüter Stefan Bollhalder und den Abwehrspielern zu verdanken. (Bild: Walter Züst)

In einer typischen Kehrauspartie, in der es für beide Teams nicht mehr um wichtige Punkte ging, trennte man sich torlos. Dieser eine Punkt schmeichelt den Toggenburgern, denn sie blieben über die ganze Spielzeit ohne eine einzige gefährliche Situation vor dem Uzwiler Tor. Zudem standen in Patric Porchets Team ab der 38. Minute nur noch zehn Spieler auf dem Feld. Simon Dudli regte sich wegen eines fragwürdigen Entscheids des Schiedsrichters zu laut und heftig auf, so dass er nach der rotgelben Karte frühzeitig unter die Dusche gehen konnte.

Defensiv sicher

Beim FC Wattwil Bunt fehlten mit Pascal Thalmann, Roland Huber und Ercan Atak wichtige Spieler, was sich in der Offensive negativ auswirkte. So kam sich Jan Rüeger als einzige Spitze verlassen vor und konnte den Gegner nie ernsthaft beunruhigen. Erfolgsversprechende Spielzüge blieben eine Seltenheit, wobei es mit zehn Spielern nach der Pause eher besser aussah. Die Verteidigung wehrte sich gemeinsam mit allen Kräften und hatte Glück, dass Uzwils Stürmer zu harmlos und und nicht gerade ideenreich agierten. Ein Versprechen für die Zukunft waren die beiden eingewechselten Junioren Loran Jusufi und Hekuran Iliasi, die sich nahtlos ins Team einfügten und ihren Teil zum Unentschieden beitrugen. Nebst Abwehrchef Roger Büsser war auch auf Sano Muric dank seines Körpereinsatzes und seiner Kopfballstärke Verlass. «Wir haben gewusst, dass Uzwil spielerisch stärker ist als wir. Trotzdem versuchten wir Konter zu spielen, was uns aber nicht immer gelang. Die beiden Jungen Loran Jusufi und Hekuran Iliasi haben überraschend gut mitgehalten», freute sich ein dennoch zufriedener Sano Muric.

Stefan Bollhalder überzeugte

Ein Spieler ragte aber aus Patric Porchets Team spielentscheidend heraus. Stefan Bollhalder, der Torhüter Fabio Nägeli würdig vertrat, machte seinem Namen Ehre und erwies sich als unbezwingbares Bollwerk. Ob Bodenroller, Flanke oder Distanzschuss – jeder Ball wurde sichere Beute von ihm. Er gab so seinem Team die nötige Sicherheit zum willkommenen Punktezuwachs. «Von der Verteidigung her kann ich sicher zufrieden sein, zumal auch meine Leistung stimmte. Es wurde für uns aber oft gefährlich, weil nicht alle meine Kameraden ihre Leistung erbringen konnten oder gesundheitlich angeschlagen wirkten. Hauptsache für mich bleibt, dass wir kein Tor vom Gegner kassiert haben», fasste Stefan Bollhalder zusammen.

Fairness macht sich bezahlt

In der letzten Runde sind in der Zweitliga-Gruppe alle Entscheidungen gefallen. Mit 16 Punkten Vorsprung dominierte der FC Frauenfeld die Meisterschaft fast nach Belieben, wobei sich die Thurgauer noch mit einem Schützenfest und neun Toren gegen den FC Weesen interregional verabschiedeten. Der FC Glarus stand schon länger als Absteiger fest, während dem FC Flawil auch ein überraschender Sieg gegen FC Wil nichts mehr nützte. Den Flawilern, die im Herbst noch mit einem beherzten Cupspiel gegen den FC St. Gallen für Schlagzeilen sorgten, brachte auch ein Trainerwechsel nicht mehr die erhoffte Wirkung. Nur einen Punkt mehr als Absteiger Flawil erreichte das Quartett FC Wattwil Bunt, FC Sirnach, FC Weesen und FC Tägerwilen mit je 27 Punkten. Das Unentschieden in Uzwil und die bessere Bilanz bei den Strafpunkten, belohnten Patric Porchets Team für die Fairness während der ganzen Saison. Ohne diese beiden positiven Tatsachen hätten nur Platz zehn und gleich viele Punkte wie Absteiger Flawil heraus geschaut. Diese erfreuliche Rangierung kann als ein gutes Startzeichen für die neue Saison gewertet werden.

Matchtelegramm FC Uzwil – FC Wattwil Bunt 0:0 FC Wattwil Bunt: Stefan Bollhalder, Roger Büsser, Sano Muric, Adis Huremovic, Andreas Quinter (63. Minute Hekuran Jlazi), Roman Quinter, Christoph Schneider, Simon Dudli, Yldiz Nihat (46. Minute Loran Jusufi), Jan Rüeger, Machleish Santhijapillai (76. Minute Ciro Marino), Schiedsrichter: Alfred Rechsteiner, Zuschauer: 110

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