Tolles Schnäppchen

Ausnahmsweise haben wir zur Vorbereitung unserer Sommerreise Buchungen bereits im voraus gemacht.

Peter Abegglen
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Bild: Peter Abegglen

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Ausnahmsweise haben wir zur Vorbereitung unserer Sommerreise Buchungen bereits im voraus gemacht. Die Buchungssysteme im Internet offerieren ja eine vielfältige Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten, oft in fetten Lettern angepriesen von «Bester Preis» über «Gelegenheit mit Extras» bis «Letzte Chance!»

Die Hotelreservationen hatten wir – in Deutsch – ausgedruckt als Gedankenstütze für Hoteladresse und weitere Angaben mit dabei. Da wir uns vor Ort zumeist in Englisch verständigen mussten, reichte ich in einem der Hotels der Dame am Empfang das Reservationsblatt mit der Bemerkung: «We have a reservation.» Sie beugte sich über das Blatt, dann zum Bildschirm, zurück zum Blatt, wieder zum Bildschirm, drückte einige Tasten, studierte wiederum Bildschirm und Blatt – sie suchte offenbar die Reservation im Buchungssystem. Schon begann ich zu überlegen, was wohl schiefgegangen sei und wie ich es anstellen sollte, möglichst charmant nach einem freien Zimmer zu fragen, da hellte sich ihr Gesicht auf: «Okay!» Sie entschuldigte sich für das lange Warten, weil sie zunächst nach dem falschen Namen gesucht habe, gab mir das Blatt zurück und zeigte mit dem Finger auf den fett gedruckten Hinweis «Tolles Schnäppchen».

Damit dürfte hoffentlich all meinen Verehrerinnen klar sein: Mich findet man in keiner Liste unter «Tolles Schnäppchen» – wobei, wenn ich so ganz unvoreingenommen in den Spiegel blicke... Andrerseits frage ich mich aber auch, wie ich künftig reagieren soll, wenn meine Liebste vom Stadtbummel zurück kommt und mir mit leuchtenden Augen eröffnet, sie habe ein tolles Schnäppchen gemacht.

Bild: Peter Abegglen

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