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Tolino und Tolino – zwei Talente

Gianluca Tolino aus Herisau steht heute mit der U19-Nationalmannschaft im Einsatz. Das Torhütertalent des FC St. Gallen strebt eine Profikarriere an. Nicht weniger fussballbegeistert ist sein Bruder Cristian.
Jesko Calderara
Gianluca Tolino gehört dem Profikader des FC St. Gallen an.

Gianluca Tolino gehört dem Profikader des FC St. Gallen an.

Sie sind jung, talentiert und stammen aus einer fussballbegeisterten Familie: Gianluca und Cristian Tolino. Die beiden Herisauer mit italienischen Wurzeln gelten als Talente. Der 18-jährige Gianluca ist Torhüter beim FC St. Gallen 1879. Zudem gehört er dem Kader der U19-Nationalmannschaft an. Sein jüngerer Bruder Cristian spielt beim FC Herisau. Ein Gespräch über Höhen und Tiefen der Karriere, die Rolle der Eltern und ihre Ziele.

Cristian Tolino spielt beim FC Herisau.

Cristian Tolino spielt beim FC Herisau.

Aktueller Verein

Gianluca: Seit dieser Saison trainiert der 18-Jährige unter Cheftrainer Peter Zeidler mit der ersten Mannschaft des FC St. Gallen 1879. Zudem ist er Stammtorhüter der U21-Mannschaft. Den Sprung zu den Profis hat Gianluca Tolino gut gemeistert. Seine neuen Mannschaftskollegen hätten ihn als jungen Spieler bestens aufgenommen. Die Einheiten mit Torwarttrainer Stefano Razzetti seien intensiver und körperbetonter als jene in der Nachwuchsmannschaft U18, sagt er.

Cristian: Der 17-Jährige spielt in der laufenden Saison 2018/19 regelmässig für den Zweitligisten FC Herisau. Dabei konnte er sich im Mittelfeld einen Stammplatz erkämpfen. Der Club verfolgt unter Trainer Marcel Engetschwiler eine neue Philosophie und will vermehrt eigene Talente in die erste Mannschaft integrieren. «Davon profitiere ich», sagt Cristian Tolino.

Nationalmannschaft

Gianluca Tolino steht im Aufgebot der U19-Nationalmannschaft für das Trainingscamp in Portugal. In diesem Rahmen bestreitet die Mannschaft heute und am Montag zwei Testspiele gegen Dänemark. Der junge Torhüter des FC St. Gallen 1879 hat bereits zwei Einsätze mit der U18-Nationalmannschaft absolviert. Speziell daran: Bei seinen ersten Spielen im Nati-Trikot besass Tolino nur den italienischen Pass. Der Gegner damals war ausgerechnet Italien. Mittlerweile hat er sich jedoch einbürgern lassen und ist nun Schweizer Staatsbürger.

Karriere

Im Alter von ungefähr vier bis fünf Jahren haben die beiden Herisauer in der Kinderfussballschule erstmals gegen den Ball getreten. Dabei hätten sie Freude am Fussball bekommen, sagt Gianluca Tolino. Später spielten sie bei den Junioren des FC Herisau, bevor der Übertritt ins Nachwuchsprojekt Future Champs Ostschweiz (FCO) folgte. In den ersten Jahren trainierten die Talente gleichzeitig in einem FCO-Stützpunkt und bei ihrem Stammverein. Um mehr Spielpraxis zu erhalten, wechselte Gianluca Tolino später innerhalb von FCO zum FC Wil. Durchzogene Zeiten erlebte Bruder Cristian in den FCO-Teams. Dort spielte er bis zum 16. Lebensjahr. Weil seine Trainer nicht immer auf ihn setzten, platzte der Traum von der Profikarriere vorerst. Der Mittelfeldspieler schloss sich wieder dem FC Herisau an.

Beruf/Training

Gianluca: Der junge Torhüter hat eine kaufmännische Lehre abgeschlossen. Heute arbeitet er noch 30 Prozent in seinem Lehrbetrieb, der Firma Lista in Degersheim. Sein Hauptfokus liegt allerdings beim FC St. Gallen 1879 und dem Fussball. So trainiert er täglich mit der Profimannschaft.

Cristian: Der FC Herisau trainiert dreimal in der Woche, jeweils um 19 Uhr. «Dadurch lassen sich Beruf und Sport gut vereinbaren», sagt der 17-Jährige. Cristian Tolino macht bei der Raiffeisenbank Appenzeller Hinterland eine Banklehre. Zurzeit befindet er sich im zweiten Lehrjahr.

Stärken

Gianluca über Cristian: «Eine gute Technik und Übersicht zeichnen ihn aus. Dadurch ist er in der Lage, die Bälle optimal zu verteilen.»

Cristian über Gianluca: «Mein Bruder hat einen ausgeprägten Willen. Er ist ferner stark auf der Linie und mit dem linken Fuss.»

Eltern/Umfeld

Die beiden teilen ihre Leidenschaft für Fussball mit den Eltern. Vater Salvatore spielte einst beim FC Herisau und ist an den Heimspielen seiner Söhne genauso anzutreffen wie Mutter Lidia. Auch sonst haben die Brüder immer familiäre Unterstützung bekommen. Die Eltern hätten sie beispielsweise oft ins Training nach Wil oder St. Gallen gefahren, sagt Cristian Tolino. Sein Bruder Gianluca nimmt seit einigen Monaten Hilfe ausserhalb der Familie in Anspruch. Um seine Karriere optimal zu planen, arbeitet er seit April mit der St. Galler Agentur Front Group zusammen. Fast täglich steht er mit den Spieleragenten Renato und Michele Cedrola in Kontakt. Diese würden ihm Tipps geben oder in schwierigen Zeiten moralische Unterstützung leisten. «Zudem profitiere ich von ihrem Netzwerk.»

Ziele

Cristian: «Mein Hauptziel ist, 2020 die Lehre abzuschliessen», sagt er. Darauf konzentriere er sich primär. Ferner wolle er Stammspieler beim FC Herisau bleiben. Der Traum vom Profifussball hat der 17-Jährige aber noch nicht aufgegeben. Sollte er dereinst wieder die Chance haben, in einer höheren Liga zu spielen, will er diese packen. Dass sein Bruder mehr im Rampenlicht steht, stört ihn nicht. Er müsse die Situation akzeptieren, wie sie ist, so Cristian Tolino.

Gianluca: Das Torhütertalent will sich beim FC St. Gallen 1879 weiterentwickeln und dabei von der Erfahrung seines Torhütertrainers Stefano Razzetti sowie der Goalies Daniel Lopar und Dejan Stojanovic profitieren. «Entscheidend ist jedoch, dass ich Spielpraxis sammeln kann», sagt Gianluca Tolino.

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