Toggenburgerinnen steigen auf

VOLLEYBALL. Der NLB-Tabellenerste VBC Schaffhausen verzichtet auf den Aufstieg in die höchste nationale Volleyball-Liga (NLA). Volley Toggenburg hat nun die Möglichkeit, direkt aufzusteigen und muss keine Barrage-Spiele absolvieren. Der Vorstand und das Team packen diese Chance mit Freude.

Katharina Rutz
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Die erste Mannschaft von Volley Toggenburg hat den Wiederaufstieg in die höchste nationale Liga geschafft. (Bild: Reinhard Kolb)

Die erste Mannschaft von Volley Toggenburg hat den Wiederaufstieg in die höchste nationale Liga geschafft. (Bild: Reinhard Kolb)

In der kommenden Saison hat das Toggenburg wieder eine Mannschaft in der obersten nationalen Volleyball-Liga. Hiess es zu Beginn der Saison 2010/11 noch vorsichtig, Saisonziel sei der Ligaerhalt, konnte dieses nun übertroffen werden. Volley Toggenburg schafft den Aufstieg in die NLA. Für Peter Langenegger, Vorstandspräsident von Volley Toggenburg, gaben drei Gründe den Ausschlag für diesen Erfolg: Ein motiviertes Team, ein guter Trainer und eine Portion Glück.

Team hat es verdient

«Ich freue mich über den Aufstieg, vor allem für die Mannschaft. Sie hat es verdient. Das Team hat eine anstrengende Saison hinter sich und in den Matches wie auch im Training vollen Einsatz geleistet», sagt Peter Langenegger. Saisonziel sei es gewesen, vorne in der NLB mitzuspielen. «Nun sind wir punktgleich mit der erstplazierten Mannschaft der NLB, dem VBC Schaffhausen, an der Spitze», freut er sich. Da diese auf den Aufstieg in die NLA verzichtet, packt Volley Toggenburg die Chance, diesen Platz zu erben.

Für den Vorstand überwiegen die Vorteile des Aufstiegs eindeutig und das Team ist nur zu gerne dazu bereit. «Eine Regeländerung von Swissvolley führt dazu, dass künftig ein Aufstieg nicht mehr so leicht möglich ist», sagt Peter Langenegger. Keine Mannschaft wird mehr direkt ohne Barrage aufsteigen können. Umgekehrt ist dann aber auch die Gefahr des Abstiegs geringer. «Zudem wollen wir den guten Teamgeist aus der vergangenen Saison auch in der NLA nutzen.» Schliesslich sei der Aufwand für den Vorstand in der NLA verglichen mit der NLB nicht viel grösser, begründet Peter Langenegger den Entscheid zum Aufstieg. Ein weiteres gutes Vorzeichen für die Zukunft ist für den Vorstandspräsidenten der Erfolg von Voléro Zürich in der europäischen Champions League: «Der Damenvolleyball hat in der Öffentlichkeit an Bekanntheit gewonnen.» Die Siege von Volley Toggenburg brachten auch im Laufe der Saison immer mehr Zuschauer in die heimische Turnhalle. Und wie stehen die Finanzen? «Wir liegen mit unseren Ausgaben unter Budget, der Abschluss ist jedoch noch ausstehend», sagt Peter Langenegger. «Die Tendenz ist positiv, aber wir sind auch nächstes Jahr nicht auf Rosen gebettet.» Viel mehr Geld wird also Volley Toggenburg in der NLA nicht in Spielerinnen investieren können. «Doch die Mehrheit der bisherigen Spielerinnen ist nächstes Jahr wieder mit dabei», sagt Peter Langenegger. Weiter sei man sowohl mit Schweizerinnen als auch Ausländerinnen im Gespräch.

Neues Vorstandsmitglied

Im Vorstand war das Sekretariat nach der letzten GV vakant. Doris Wiedenmeier konnte für dieses Amt gefunden werden. «Sie hat das Sekretariat bereits übernommen, muss aber an der GV noch gewählt werden», so der Vorstandspräsident. Für die zurücktretende Maja Pagelli, die für das Management der ersten Mannschaft von Volley Toggenburg zuständig ist, muss noch eine Nachfolge gefunden werden. Für die Übergangszeit zeichnen sich jedoch Lösungen ab. «Verschiedene Personen sind zudem interessiert, Aufgaben zu übernehmen. Was uns sehr weiterhilft», sagt Peter Langenegger. Er hofft, am Sponsorenanlass im Mai und der Generalversammlung von Volley Toggenburg im Juni konkretere Informationen liefern zu können. «Vorerst geniesse ich die Freude über den Aufstieg und danke dem Team, den Vorstandsmitgliedern, den Sponsoren und den vielen Helferinnen und Helfern, die uns unterstützt haben.»