Toggenburger Schulwege sind zumutbar

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Toggenburg Die Länge der Schulwege sind selten massgebend, ob die Eltern ihre Kinder mit dem Auto zum Schulhaus fahren (siehe Haupttext). Die Toggenburger Schulbehörden stufen ihre Schulwege als zumutbar ein. Im ländlichen Gebiet sind die Schulwege tendenziell länger als in Städten. Je nach Witterungs- und Strassenverhältnissen seien die Kinder zwischen 30 und 45 Minuten unterwegs, schätzt beispielsweise die Schule Neckertal. Ebenso lange sind einige Schüler in der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann unterwegs. Dies sei aber die Ausnahme, schreibt die Schulratspräsidentin Rita Elmer auf eine Anfrage unserer Zeitung.

In den meisten Schulgemeinden können die Primarschüler ihren Schulweg im Schulbus zurücklegen. Trotzdem gibt es Kinder, die zuerst eine Viertelstunde oder noch mehr bis zur Schulbus-Haltestelle laufen müssen. Norbert Stieger, Präsident der Schulgemeinde Wattwil, sagt, dass einige Schüler vom Elternhaus bis zum Klassenzimmer eine Stunde lang unterwegs seien. Dies, obwohl sie einen Teil des Schulwegs im Bus zurücklegen. Oberstufenschüler dürfen in vielen Schulgemeinden das Velo oder das Mofa benützen. In Kirchberg seien einige Schüler so bis zu 20 Minuten unterwegs, schätzt Schulratspräsident Orlando Simeon.

Das grösste Gefahrenpotenzial sehen die Schulbehörden im Verkehr. Die grösste Gefährdung stammt von den zu schnellen Autofahrern in der 50km/h-Zone, findet Werner Raschle, Präsident der Schulgemeinde Oberes Neckertal. Als unterschiedlich bezüglich der Gefahr stuft Josef Rütsche, Schulratspräsident der Schulgemeinde Lütisburg die Schulwege ein. Die Schüler, die von Gonzenbach die Kantonsstrasse überqueren müssen, seien am meisten gefährdet, sagt er. Die Schulgemeinden unternehmen alles, um die Schulwege möglichst sicher zu machen. Nesslau beispielsweise hat im Projekt «Gemeinde bewegt» alle Schulwege durch Fachleute beurteilen lassen. Zudem zählen die Schulen auf Experten von der Kantonspolizei, um am Beginn des Schuljahres die Kinder im Verkehrsunterricht für das richtige Verhalten auf dem Schulweg zu sensibilisieren. (sas)