Toggenburger Kampfgeist wurde nicht belohnt

VOLLEYBALL. Volley Toggenburg begrüsste am Samstag die Power Cats von Volley Düdingen in der Rietsteinhalle. Vor mehr als 250 Zuschauern zeigten die Toggenburgerinnen eine kämpferische Leistung, welche dem klaren Ergebnis nicht gerecht wird.

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VOLLEYBALL. Volley Toggenburg begrüsste am Samstag die Power Cats von Volley Düdingen in der Rietsteinhalle. Vor mehr als 250 Zuschauern zeigten die Toggenburgerinnen eine kämpferische Leistung, welche dem klaren Ergebnis nicht gerecht wird. Trotz langer Ballwechsel zeigten die routinierten Freiburgerinnen kaum Schwächen und dominierten das Spiel klar mit 3:0.

Düdingen souverän

Ein viermal grösseres Budget als Volley Toggenburg und ein sorgfältig verstärktes Team mit fünf Ausländerinnen liessen keine Zweifel an Düdingens Favoritenrolle zu. Diese Rolle gaben die Power Cats auch zu keinem Zeitpunkt ab. Die einzige Ausländerin von Volley Toggenburg, Valeria Fedosova, fällt dagegen wegen einer Knieverletzung für den Rest der Saison aus, so dass das junge Wattwiler Team gezwungen ist, mehr Verantwortung zu übernehmen. Erfreuliche 17 Punkte im ersten Durchgang sind der Beweis, dass die Youngsters mit Unterstützung von Isa Reiser, Topskorerin Leslie Betz und Libero Marina Schneider mit dieser Aufgabe klarkommen. Auch wenn Toggenburg gut in den ersten Satz startete, waren der hohe Block und die konstant harten Aufschläge unüberwindbare Hindernisse für die junge Mannschaft. Die erfahrene Zuspielerin Kristel Marbach zog die Fäden ihres Teams so souverän, dass die Toggenburgerinnen im zweiten Satz nicht zu ihrem Spiel fanden und vermehrt Fehler produzierten. Das schnelle und druckvolle Spiel der Power Cats erlaubte dem Heimteam nur noch elf Punkte im zweiten Satz.

Viel Kampf

Nach der Zehn-Minuten-Pause erwartete das Publikum eigentlich einen Durchmarsch des Favoritenteams. Da hatte man aber nicht mit der Leidenschaft und dem Kampfgeist des Heimteams gerechnet: Volley Toggenburg spielte zu Beginn des dritten Satzes auf Augenhöhe mit dem Tabellenzweiten. Sehr oft gelang es nun den Wattwilerinnen, durch spektakuläre Ballwechsel die Zuschauer zum Jubeln zu bringen.

Mit höherem Aufschlagdruck, guten Abwehraktionen und erfolgreichen Blockpunkten schafften die Toggenburgerinnen 20 Punkte im dritten Satz. Der grosse Kampf der Wattwilerinnen wurde jedoch leider nicht mit einem Satzgewinn belohnt. Düdingen wirkte an diesem Samstagabend extrem abgeklärt, erspielte sich Punkt für Punkt und liess keine Hoffnungen auf eine Überraschung aufkommen. Düdingen harmonierte als Team sehr gut und machte praktisch keine Fehler. In dieser Verfassung ist die Mannschaft von Trainer Nikki Neubauer der erste Herausforderer der Übermannschaft Voléro Zürich um den Meistertitel. Dennoch kann Volley Toggenburg dieses Spiel als eine weitere gute Erfahrung mitnehmen und ebenfalls erfreut feststellen, dass das junge Team sich weiter entwickelt. Assistenztrainer Philipp Just war jedenfalls zufrieden: «Wir haben zwei Sätze super gespielt, mitgekämpft und alles probiert. Der Gegner ist heute unheimlich stark gewesen. Aber wir schauen zuversichtlich nach vorne und versuchen jetzt, in den Playouts ein möglichst gutes Resultat zu erzielen.»

Jetzt stehen die Playouts an. Die Wattwilerinnen müssen unter der Woche in Cheseaux antreten. Das Rückspiel erfolgt am Samstag, 27. Februar, um 17.30 Uhr in der Rietsteinhalle. (pd)

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