Toggenburger benannte die Firma

Caran d'Ache ist der Künstlername, unter dem Emmanuel Poiré, ein französischer, aus Russland stammender Zeichner, im 19. Jahrhundert weltbekannt wurde, nachdem 1898 eine Karikatur von ihm zur Dreyfus-Affäre in der Zeitung «Le Figaro» erschienen war.

Drucken
Teilen

Caran d'Ache ist der Künstlername, unter dem Emmanuel Poiré, ein französischer, aus Russland stammender Zeichner, im 19. Jahrhundert weltbekannt wurde, nachdem 1898 eine Karikatur von ihm zur Dreyfus-Affäre in der Zeitung «Le Figaro» erschienen war. «Karandash» ist das russische Wort für Bleistift, das sich seinerseits vom türkischen «kara tash» ableitet, was «schwarzer Stein» bedeutet.

Das wiederum passt zu Graphit, dieser Substanz, die 1915 in Genf zur Gründung der «Fabrique Genevoise de Crayons» führt. 1924 wird sie von einem Deutschschweizer Börsenmakler übernommen, welcher der Nachfolgefirma den Namen «Fabrique Suisse de Crayons Caran d'Ache» gibt – als Hommage an den Künstler Emmanuel Poiré. Der Makler heisst Arnold Schweitzer und stammt aus dem Toggenburg, wo er 1885 in Lichtensteig geboren wurde. Er sichert sich von Poirés Witwe die Rechte, die handschriftliche Signatur des Karikaturisten als Bildmarke verwenden zu dürfen. Der Toggenburger führt 1931 die Farbstift-Linie Prismalo ein.

Ein Jahr vor seinem Tod verkauft Arnold Schweitzer 1946 seine Aktien der mittlerweile schweizweit bekannten Firma unter anderem an die bereits beteiligte Familie Hübscher, für die heute Carole Hübscher als Vertreterin der vierten Generation seit 2012 als Präsidentin von Caran d'Ache wirkt. (pd)