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TOGGENBURG: Sozialhilfequote steigt leicht an

Die Anzahl Sozialhilfebezüger im Verhältnis zur Bevölkerung liegt im Thur- und Neckertal erstmals seit 2009 wieder über dem kantonalen Schnitt.
Ruben Schönenberger
Auch im Toggenburg sind Kinder und Jugendliche stärker von Armut gefährdet. Die Sozialhilfequote der 0- bis 17-Jährigen beträgt 2016 im Thur- und Neckertal 3,5 Prozent. (Bild: Urs Bucher)

Auch im Toggenburg sind Kinder und Jugendliche stärker von Armut gefährdet. Die Sozialhilfequote der 0- bis 17-Jährigen beträgt 2016 im Thur- und Neckertal 3,5 Prozent. (Bild: Urs Bucher)

2,3 Prozent aller Toggenburgerinnen und Toggenburger bezogen im Jahr 2016 Sozialhilfe. Dies ist den jüngst veröffentlichten Zahlen der kantonalen Fachstelle für Statistik zu entnehmen, neuere Zahlen liegen nicht vor. Der Wert entspricht einem kleinen Plus im Vergleich zum Vorjahr (2,1 Prozent). Weil gleichzeitig die Quote des ganzen Kantons St. Gallen bei 2,2 Prozent verharrt, liegt der Wert des Thur- und Neckertals neu über der kantonalen Quote. Das ist erstmals seit 2009 wieder der Fall, als das Toggenburg mit 2,2 Prozent über den 2 Prozent des Kantons lag. Im kantonsweiten Vergleich weisen nur die Wahlkreise Wil (2,5 Prozent) und St. Gallen (3,4 Prozent) höhere Quoten als das Thur- und Neckertal aus. Diese Reihenfolge hat seit 2010 Bestand. Die tiefste Quote hat gar seit 2009 der Wahlkreis Sarganserland. Aktuell liegt dieser bei 1,4 Prozent. Im Vergleich zur Schweiz stehen sowohl der Kanton St. Gallen als auch der Wahlkreis Toggenburg deutlich besser da. Der gesamtschweizerische Wert liegt 2016 bei 3,3 Prozent.

In den Gemeinden zeigt sich ein unterschiedliches Bild. Die höchste Quote weist Lichtensteig aus. Das Städtli musste eine deutliche Steigerung von 2,6 auf 3,4 Prozent hinnehmen. Lichtensteig ist damit die einzige Toggenburger Gemeinde, die eine höhere Sozialhilfequote als der gesamtschweizerische Durchschnitt ausweist. Dahinter folgen Ebnat-Kappel mit 3,2 und Neckertal mit 3 Prozent. Auch diese beiden Gemeinden mussten eine Steigerung hinnehmen, von 2,6 beziehungsweise 2,7 Prozent. Diese drei Gemeinden weisen damit neu auch eine höhere Quote als Wattwil (2,7 Prozent) aus. Die Zentrumsgemeinde hatte im Vorjahr mit 2,8 Prozent noch die höchste Quote zu beklagen.

Am anderen Ende der Skala liegt neu Lütisburg, das seine Quote von 1,3 auf 0,6 Prozent drücken konnte. Auch Mosnang darf sich über eine tiefere Quote freuen (von 1,2 auf 0,7 Prozent). Die Gemeinde Oberhelfenschwil, im Vorjahr noch mit dem tiefsten Wert, verbleibt bei 0,8 Prozent. Einschränkend erwähnt werden muss: Je kleiner eine Gemeinde, desto schneller verändert sich die Quote aufgrund weniger Zu- oder Wegzüge.

Die Fachstelle für Statistik weist die Zahlen auch für verschiedene Altersgruppen aus. Dabei zeigt sich im Toggenburg – wie auch im Kanton St.Gallen und der Schweiz generell –, dass Kinder und Jugendliche stärker gefährdet sind. Die Sozialhilfequote der 0- bis 17-Jährigen beträgt im Thur- und Neckertal 3,5 Prozent. Im Kanton ist sie mit 3,4 Prozent ähnlich hoch, in der Schweiz mit 5,3 Prozent noch mal deutlich höher.

Ausmass der
bekämpften Armut

Die Sozialhilfequote bezeichnet den Anteil der Sozialhilfe beziehenden Personen an der ständigen Wohnbevölkerung einer Gemeinde. Wie der Kanton St. Gallen in einer Publikation schreibt, ist die Sozialhilfequote ein «Indikator für das Ausmass der bekämpften Armut». Dies bezeichnet Lebensverhältnisse, deren materielle Ressourcenausstattung unter dem Existenzminimum liegt. Die Sozialhilfequote werde wesentlich durch die Zusammensetzung der Bevölkerung sowie durch die zugänglichen Erwerbsmöglichkeiten bestimmt, schreibt der Kanton weiter. (rus)

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