TOGGENBURG: Pflege studieren im Ausbildungsverbund

Wer sich auf höherer Stufe in den pflegerischen Berufen ausbilden möchte, kann seine Ausbildung in sechs Alters- und Pflegeheimen der Region tätigen. Diese sind in einem Ausbildungsverbund zusammengeschlossen.

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Silvia Ammann, Geschäftsführerin Ausbildungsverbund HF Pflege Fürstenland Toggenburg (rechts), im ­Gespräch mit der HF-Studierenden Sabrina Roth (links) und der Bildungsverantwortlichen Esther Scherrer, beide vom Seniorenzentrum Solino, Bütschwil. (Bild: PD)

Silvia Ammann, Geschäftsführerin Ausbildungsverbund HF Pflege Fürstenland Toggenburg (rechts), im ­Gespräch mit der HF-Studierenden Sabrina Roth (links) und der Bildungsverantwortlichen Esther Scherrer, beide vom Seniorenzentrum Solino, Bütschwil. (Bild: PD)

In der Region Fürstenland-Toggenburg haben sich vor fünf Jahren sechs regionale Alters- und Pflegeheime zu einem Ausbildungsverbund zusammengeschlossen, um die Ausbildung von Studierenden der Höheren Fachschulen (HF) anbieten zu können: zur diplomierten Pflegefachfrau HF oder zum diplomierten Pflegefachmann HF. Das Konzept einer Verbundlösung habe sich bewährt und entwickle sich mittlerweile zu einer Erfolgsgeschichte, schreibt der Ausbildungsverbund Fürstenland-Toggenburg in einem Pressecommuniqué.

Mit dem Ausbildungsverbund sowie dem gemeinsamen Bildungsangebot leistet der Ausbildungsverbund Fürstenland Toggenburg einen wichtigen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der Pflegeberufe. Dem Ausbildungsverbund Pflege Fürstenland Toggenburg gehö­ren die Thurvita AG, Wil, das Seniorenzentrum Uzwil, das Haus für Betagte Sonnegrund, Kirchberg, das regionale Seniorenzentrum Solino, Bütschwil, das Alters- und Pflegheim Risi, Wattwil, sowie die Alters- und Pflegheime Ebnat-Kappel an. Diese sechs Alters- und Pflegeinstitutionen vereinen insgesamt 720 Betten und bieten jährlich rund 280 Stellen und rund 35 Lehrstellen im Pflegebereich an. Die Anstellung der Studierenden HF erfolgt direkt durch die beteiligten Heime. Das Angebot des Ausbildungsverbunds ist auf ein grosses Interesse gestossen. Insgesamt haben in den Alters- und Pflegeinstitutionen zehn Studierende die Ausbildung als Pflegefachfrau HF abgeschlossen, acht Studierende befinden sich in der Ausbildung. Diese Zahlen belegen, dass sich der Zusammenschluss zu einem Ausbildungsverbund gelohnt hat und das Angebot der sechs Heime für Studierende attraktiv und interessant ist. Der Ausbildungsverbund wird durch eine Kommission geführt, der alle sechs beteiligten Heime angehören. Präsidiert wird der Verbund durch Markus Brändle, Leiter Seniorenzentrum Solino, Bütschwil. Als teilzeitliche Geschäftsführerin des Ausbildungsverbunds ist Silvia Ammann von Thurvita AG, Wil, tätig. Ihr obliegt die Koordination der Ausbildung, die Schaffung einheitlicher Ausbildungsunterlagen, die fachliche Beratung der Verbundheime sowie die Koordination der Ausbildung mit Ausbildungspartnern.

Diplomierte Pflegefachfrauen- und -männer HF sind zu­sätzlich zur Pflege vor allem für die selbstständige Planung und Ausführung der Pflege und ­Betreuung verantwortlich. Sie übernehmen sowohl Fach- wie auch Führungsverantwortung sowie Aufgaben im Bereich der Qualitätssicherung und der Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis.

Die Ausbildung dauert drei Jahre und erfolgt zu 50 Prozent in der Praxis in Form von vier Praktika und zu 50 Prozent an der Höheren Fachschule (HF) am BZGS St. Gallen. (pd)

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