TOGGENBURG: «Nicht auf das Gespräch eingehen»

Sie rufen meist aus anderen Ländern an und wollen sich Zugriff auf den Computer der angerufenen Person erschleichen – die Telefonbetrüger, die sich als Mitarbeiter von Microsoft oder ähnlicher Unternehmen ausgeben. Kürzlich ist ein solcher Fall im Toggenburg passiert.

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Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der St.Galler Kantonspolizei. (Bild: Urs Bucher (Urs Bucher))

Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der St.Galler Kantonspolizei. (Bild: Urs Bucher (Urs Bucher))

TOGGENBURG. Sie rufen meist aus anderen Ländern an und wollen sich Zugriff auf den Computer der angerufenen Person erschleichen – die Telefonbetrüger, die sich als Mitarbeiter von Microsoft oder ähnlicher Unternehmen ausgeben. Kürzlich ist ein solcher Fall im Toggenburg passiert. Die Masche ist auch für die Kantonspolizei St.Gallen nicht neu, wie deren Mediensprecher Gian Andrea Rezzoli weiss.

Herr Rezzoli, weiss man auch von anderen solchen Vorfällen im Toggenburg?

Wir kennen das Phänomen, aber es ist nicht so, dass es eine Häufung solcher Anrufe im Toggenburg gibt. Dennoch sind wir froh, wenn wir eine Meldung über solche Vorfälle bekommen. Dann können wir reagieren und in den betroffenen Regionen eine entsprechende Medienmitteilung herausgeben, in der wir vor solchen Anrufen warnen. Grundsätzlich raten wir auch, die Telefonnummer zu notieren, um herauszufinden, woher der Anruf kam. Denn seriöse Unternehmen werden keine solche Masche anwenden.

Was ist das Ziel der Anrufer?

Sie wollen meist einen Virus oder einen Trojaner auf den Computer übertragen, um diesen unbrauchbar zu machen oder Zugriff auf persönliche Daten zu erhalten.

Wie kann man sich sonst noch vor solchen Anrufen schützen? Respektive wie reagiert man richtig, wenn man bereits einen solchen Anrufer in der Leitung hat?

Man sollte auf das Gespräch gar nicht erst eingehen und wieder auflegen. Die Nummer kann auch Aufschluss darüber geben, um welche Art von Anruf es sich handelt. Ewig lange Telefonnummern bedeuten selten etwas Gutes. Wobei nicht vergessen werden darf, dass technisch heute so einiges möglich ist. Wir erhielten auch schon Meldung darüber, dass die Anrufer mit einer St. Galler Vorwahl angerufen haben. Man kann also nie ganz sicher sein. Es ist einfach wichtig, eine gesunde Vorsicht an den Tag zu legen. (masi)