Toggenburg nahe am Satzgewinn

In der 14. Qualifikationsrunde der Volleyballmeisterschaft der Nationalliga A der Damen hielten die Toggenburgerinnen gegen die Favoritinnen von Sm'Aesch Pfeffingen im zweiten und dritten Satz gut mit. Das Farmteam von Voléro Zürich wirkte nach dem Startsatz alles andere als sicher.

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Leslie Betz (Volley Toggenburg) am Netz im Kampf mit mehreren Gegnerinnen. (Bild: pd)

Leslie Betz (Volley Toggenburg) am Netz im Kampf mit mehreren Gegnerinnen. (Bild: pd)

VOLLEYBALL. Volley Toggenburg zeigte in Basel eine ansprechende Leistung, wurde aber nicht mit einem Satzgewinn belohnt. Volley Toggenburg nutzte aber in den entscheidenden Phasen die Chancen nicht. So ging dieses Auswärtsspiel mit 3:0 verloren.

Dritte Direktbegegnung

Bereits zum drittenmal spielte Volley Toggenburg in dieser Saison gegen Sm'Aesch-Pfeffingen, das Farmteam von Voléro Zürich. Im Meisterschaftsspiel in der Vorrunde hatten die Wattwilerinnen zu Hause noch den ersten Satz für sich entscheiden können. Schliesslich ging das Spiel aber doch recht klar mit 1:3 an die Gäste.

Im vergangenen Dezember musste Volley Toggenburg dann auswärts im Cup nach Basel reisen. In dieser Partie dominierte Sm'Aesch-Pfeffingen klar und liess den Ostschweizerinnen in 66 Minuten keine Chance. Volley Toggenburg wusste also um die Stärken der Baslerinnen.

Starke Services

Wenn es dem jungen Team mit fünf Ausländerinnen läuft, sind die starken Services kaum zu kontrollieren. Und genau hier lag der wunde Punkt auf Toggenburger Seite im ersten Satz. Die Wattwilerinnen bekamen die druckvollen Anspiele einfach nicht in den Griff und mussten so dem Heimteam die Punkte zu einfach zugestehen. Nach gerade mal 21 Minuten ging der erste Satz klar mit 25:13 Punkten standesgemäss an Sm'Aesch- Pfeffingen.

Nach diesem klaren Verdikt im Startsatz liess man auf Seiten von Volley Toggenburg den Kopf aber nicht hängen. Das Team wurde umgestellt und Anja Lutz übernahm neu die Position auf der Diagonalen und machte sofort am Netz und aus dem Rückraum Druck.

Erfolgreiche Umstellung

Nach dem Abgang der Italienerin Carlozzi nach dem Jahreswechsel fehlt Toggenburg genau auf dieser Position eine Spielerin, die stabil Druck aufbauen kann und so die anderen Mitstreiterinnen auf dem Feld entlasten kann. Das gelang Anja Lutz in den beiden folgenden Sätzen recht gut und so kam Volley Toggenburg zu Chancen auf einen Satzgewinn.

Vor allem im zweiten Satz standen nach der deutlichen Steigerung der Ostschweizerinnen die Vorzeichen für einen Teilerfolg optimal. Sm'Aesch- Pfeffingen fand gegen ein äusserst hartnäckiges Toggenburg kaum ein Rezept und musste Volley Toggenburg drei Satzbälle zugestehen. Doch genau in dieser entscheidenden Phase wollten die St. Gallerinnen zu viel und scheiterten vor allem an sich selber. Mit drei Eigenfehlern brachte man Sm'Aesch-Pfeffingen wieder auf die Siegerstrasse zurück. Diese Chance liess sich das Heimteam nicht nehmen und gewann so den zweiten Durchgang in extremis mit 26:24.

Spiegelbild des zweiten Satzes

Fast ein Spiegelbild des zweiten Satzes war dann der dritte Satz. Volley Toggenburg kämpfte aufopfernd und versuchte alles, um endlich wieder mal einen Satzgewinn verbuchen zu können. Bis zum Stande von 17:20 war die Chance greifbar.

Doch genau in dieser Situation kam die stärkste Servicespielerin der Baslerinnen Jovana Gogic zum Anspiel und drehte das Spiel nochmals. Toggenburg schwammen auch in diesem Satz die Felle davon und musste so eine schmerzliche 3:0-Auswärtsniederlage hinnehmen.

Volley Toggenburg hat im Spiel gegen Sm'Aesch-Pfeffingen zwar bewiesen, dass es immer wieder mit den starken Teams in der Nationalliga A mithalten kann. Jetzt muss das Team einfach in den entscheidenden Situationen ein bisschen abgeklärter agieren. Dann kommen auch die langersehnten Erfolgserlebnisse. Das ist mit nur einer Ausländerin und einem sehr jungen Team einfacher gesagt als getan.

Erstes Heimspiel 2015

Die nächste Chance bietet sich am kommenden Samstag im ersten Heimspiel dieses Jahres gegen VBC Cheseaux. Nur allzu gerne möchten sich die Spielerinnen von Volley Toggenburg in diesem Spiel gegen die Westschweizerinnen rehabilitieren und einen Schritt vorwärts auf die Siegerstrasse machen. Mit dem treuen Publikum im Rücken scheint das kein Ding der Unmöglichkeit zu sein. (pd)

Matchprotokoll Sm'Aesch Pfeffingen – Volley Toggenburg 3:0 (25:13, 26:24, 25:21); Volley Toggenburg: Miriam Reiser, Leslie Betz, Stephanie Zielinsky, Patricia Humbel, Anja Lutz, Nina Lutz, Marina Schneider, Sabina Kleger. Coach: Marcel Erni. Sm'Aesch-Pfeffingen: K. Becker, L. Minar, G. Dimitrova, T. Deprati, M. Matter, M. Storck, Y. Gogic, M. Todorova, L. Künzler, P. Widmer, L. Tschopp, L. Sacher. Coach: Timo Lippuner. Spieldauer: 72 Minuten (21, 26, 25) Schiedsrichter: Vitor da Concejcao und Philippe Schürmann. Nächste Heimspiele 2. Liga: Mittwoch, 21. Januar, 20.15 Uhr, Toggenburg 2 – Appenzeller Bären, Rietstein-Turnhalle, Wattwil; NLA: Samstag, 24. Januar, 17.30 Uhr, Toggenburg 1 – VBC Cheseaux Rietstein-Turnhalle, Wattwil. Weitere Infos und Resultate unter www.volleytoggenburg.ch