TOGGENBURG: Made in England auch fürs Toggenburg

Postauto Schweiz AG beschafft neue Doppelstöcker. Einige der neuen Busse werden auch auf der Churfirsten-Linie Wattwil–Buchs eingesetzt werden.

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Die neuen Doppelstöcker haben deutlich mehr Sitzplätze und sollen sich speziell für gutfrequentierte, kurvige Strecken eignen. (Bild: PD)

Die neuen Doppelstöcker haben deutlich mehr Sitzplätze und sollen sich speziell für gutfrequentierte, kurvige Strecken eignen. (Bild: PD)

Am Freitag und Samstag wurden die Postautos der dritten Generation in Engelburg den Medien und der Öffentlichkeit vorgestellt. Bis Ende nächsten Jahres gehen in der Ostschweiz nicht weniger als 19 neue Doppelstock-Postautos in Betrieb, da die bisherigen Doppelstöcker in die Jahre gekommen sind. Das ist einer Medienmitteilung der Postauto Schweiz AG zu entnehmen. Die ersten beiden der neuen Fahrzeuge würden demnächst in Betrieb gehen, heisst es weiter. Sie werden vor allem auf den Linien Engelburg–St. Gallen–Heiden unterwegs sein.

Klimatisiert und kostenloses Wi-Fi auf beiden Decks

Doppelstockbusse eignen sich gemäss Postauto Schweiz für kurvige Strecken, die gut frequentiert sind. Sie sind auf solchen Linien für die Fahrgäste bequemer als Gelenkpostautos, da der Anteil an Sitzplätzen deutlich höher ist: 78 Sitzplätze stehen 55 Stehplätzen gegenüber, bei Gelenkpostautos dagegen gibt es mehr Steh- als Sitzplätze. Das ist einer Medienmitteilung von Postauto Schweiz zu entnehmen. Bei den neuen Doppelstöckern führen ebenfalls zwei Treppen ins Oberdeck, und sie haben drei statt nur zwei Türen. Sie sind klimatisiert. Auf beiden Decks haben die neuen Busse Doppelbildschirme und kostenloses Wi-Fi.

Die Fahrzeuge sind 13 Meter lang, 2,55 Meter breit und vier Meter hoch, also gleich hoch wie die bisherigen Doppelstöcker. Sie haben drei Achsen. Die Stehhöhe beträgt oben 1,7 Meter und unten 1,9 Meter. Das kann man dem Datenblatt entnehmen. Die neuen Doppelstöcker erfüllen die strenge Abgasnorm Euro 6. Nebst der Ostschweiz betreibt Postauto Schweiz noch in Graubünden und in der Zentralschweiz Doppel­stöcker im Linien- und Freizeitverkehr. In Graubünden werden künftig ebenfalls neue Doppelstöcker eingesetzt.

Im Toggenburg verkehren die Doppelstock-Postautos nur auf der Churfirsten-Linie Wattwil–Wildhaus–Buchs, abwechselnd mit einstöckigen Bussen. Daran wird sich auch laut Auskunft von Urs Bloch, Mediensprecher bei Postauto Schweiz, nichts ändern. Die neuen Doppelstöcker fahren im Toggenburg fahrplanmässig erst nächstes Jahr. Probefahrten in diesem Jahr im Obertoggenburg seien aber nicht ausgeschlossen, hiess es. Dank der Anhängerkupplung könnten auch die neuen Fahrzeuge die bestehenden Anhänger für die Skis im Winter ziehen, bestätigte Urs Bloch.

Die neuen Doppelstöcker werden erstmals in Grossbritannien produziert. Lieferant ist die Firma Alexander Dennis, die Marktführerin in diesem Segment. Sie hat die für die Ostschweiz bestellten Fahrzeuge auf Basis ihres Standardmodells ­Enviro500 den Bedürfnissen von Postauto und den Schweizer Vorschriften angepasst. Seit 1995 fahren Doppelstock-Postautos durch die Ostschweiz. (mkn/pd)

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