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TOGGENBURG: Jost Bürgi ins Zentrum gerückt

In einem feierlichen Akt wurde am Dienstagabend das Jost-Bürgi-Denkmal an seinem neuen Standort am Schabeggweg enthüllt. Damit erhält der berühmteste Sohn des Städtli wieder mehr Aufmerksamkeit.
Urs M. Hemm
Enthüllten gemeinsam das Jost-Bürgi-Denkmal: Mitglied des Stiftungsrates Ulrich Stump, kniend Mathias Müller, Stadtpräsident von Lichtensteig, Stiftungsratspräsident Hans Büchler sowie Fritz Staudacher, Stiftungsratsmitglied und Jost-Bürgi-Biograf (von links). (Bilder: Urs M. Hemm)

Enthüllten gemeinsam das Jost-Bürgi-Denkmal: Mitglied des Stiftungsrates Ulrich Stump, kniend Mathias Müller, Stadtpräsident von Lichtensteig, Stiftungsratspräsident Hans Büchler sowie Fritz Staudacher, Stiftungsratsmitglied und Jost-Bürgi-Biograf (von links). (Bilder: Urs M. Hemm)

«Er hat nie eine Universität besucht, aber das Universum neu geordnet.» So beginnt Städtliführer René Stäheli seine kurzen Ausführungen, nachdem Stadtpräsident Mathias Müller die rund 30 Anwesenden begrüsst hatte. Diese nahmen die kalten Temperaturen auf sich, um zur Einweihung des Denkmals für Jost Bürgi (1552 bis 1632) an seinem neuen Standort am Schabeggweg im Zentrum Lichtensteigs beizuwohnen.

Begründer der Sekunde

«Wir Städtliführer freuen uns sehr, unsere Besucher in Lichtensteig an den Bürgistein führen zu können und ihnen über das Leben und Werk des Lichtensteiger Universalgenies berichten zu dürfen», sagte René Stäheli. Bei klarem Nachthimmel könne man vielleicht sogar den Stern sehen, den Bürgi entdeckt hat und der seither seinen Namen trägt. Sinngemäss schloss Stäheli seinen Vortrag mit ein paar Zeilen des bekannten Liedes.

Hans Büchler, Präsident der Jost Bürgi-Gedächtnisstiftung, welche die Versetzung des Gedenksteines vom Friedhof an den Schabeggweg initiiert hatte, gab den Besuchern einen Kurzüberblick über das bewegte Leben des berühmten Lichtensteigers. Dessen Weg führte nach nur sechs Jahren Schule und Ausbildungen als Silberschmied und Uhrmacher über eine Anstellung als Hofuhrmacher bei Kurfürst Wilhelm IV zunächst zur Sternwarte in Kassel. «Dort gelingt ihm 1584, als 32-Jähriger, der Bau einer astronomischen Observationsuhr, die um das Fünfzehnfache genauer ist, als alle anderen Uhren seiner Zeit. Somit gilt Jost Bürgi als Begründer der wissenschaftlichen Zeiteinheit ‹Sekunde›», führte Büchler aus. Zudem entwickelte Bürgi in der Mathematik die Dezimalbruchrechnung und die Logarithmen. «Umgesetzt auf unsere Zeit wäre diese Erfindung nicht nur ein Computerprogramm, sondern dazu noch die ganze Software und sogar der Computer selbst.» 1604 wird der Lichtensteiger Kammerhofuhrmacher bei Kaiser Rudolph II in Prag, wo er unter anderem mit Johannes Keppler zusammenarbeitete. Jost Bürgi, mittlerweile in den Adelstand erhoben, stirbt in Kassel.

Feierliche Enthüllung

Nach diesen Ausführungen enthüllten die Stiftungsräte Ulrich Stump, Hans Büchler, Fritz Staudacher sowie Stiftungsrat und Stadtpräsident Mathias Müller unter Abrennen von Feuerwerk das Jost-Bürgi-Denkmal an seinem neuen Standort sowie eine Gedächtnistafel, welche an den grossen Lichtensteiger erinnern soll. Dies, nicht ohne, dass sich Mathias Müller vorher bei den Anwohnern bedankt hätte, dass sie ihren neuen, steinernen Nachbarn so bereitwillig aufgenommen haben.

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