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TOGGENBURG: Hemberg budgetierte am genausten

Budgets und Rechnungsergebnisse sind bei den wenigsten Gemeinden deckungsgleich. Im Jahr 2016 betrugen die Abweichungen gesamthaft in allen Toggenburger Gemeinden 15,5 Millionen Franken – im Positiven.
Serge Hediger
In der Gemeinde Hemberg weicht das Rechnungsergebnis nur wenig vom Budget ab. (Bild: Olivia Hug)

In der Gemeinde Hemberg weicht das Rechnungsergebnis nur wenig vom Budget ab. (Bild: Olivia Hug)

Serge Hediger

serge.hediger@toggenburgmedien.ch

Wirklich optimistisch waren sie nicht, die Gemeinderäte von Wildhaus-Alt St. Johann, Neckertal, Kirchberg, Oberhelfenschwil, Nesslau, Lütisburg, Lichtensteig und Mosnang. Sie alle rechneten im Budgetierungsprozess für das vergangene Jahr mit einem negativen Jahresabschluss, der in der Summe 3333348 Millionen Franken betragen hätte.

Wattwil, Ebnat-Kappel und Bütschwil-Ganterschwil indessen gingen von einer ausgeglichenen Rechnung aus. Allein Hemberg erwartete einen moderaten Einnahmenüberschuss.

15,5 Millionen Franken besser als budgetiert

Herausgekommen ist es letztlich ganz anders, wie so häufig in den vergangenen Jahren. Alle zwölf Gemeinden im Thur- und Neckertal konnten diesen Frühling unerwartet bekannt geben, dass ihre Jahresrechnung mit einer Besserstellung gegenüber dem Budget abschliesst. Diese liegt über alle Gemeinden gerechnet bei 15511184 Franken. Weniger tief als erwartet fällt der Aufwandüberschuss in Mosnang und Lichtensteig aus. Höher als erwartet ist das Plus in Hemberg. Und Wattwil, Ebnat-Kappel und Bütschwil-Ganterschwil schliesslich erreichen in der Bilanz ein siebenstelliges Plus statt einer Null.

Mit 2986438 Franken ist die Besserstellung in Nesslau am höchsten, gefolgt von Wattwil mit 2552161 Franken und Kirchberg mit 2499854 Franken. Die geringste Besserstellung weist Hemberg mit 28616 Franken aus – hier wurde, lässt sich im Nachhinein sagen, am genauesten budgetiert.

Höhere Steuereinnahmen, tiefere Schulausgaben

Die «erfreulichen Rechnungsabschlüsse», wie es in den meisten Gemeinderatsmitteilungen jeweils heisst, sind in aller Regel auf Mehreinnahmen bei den Steuern zurückzuführen. So kann beispielsweise allein Nesslau 860000 Franken Mehreinnahmen bei den Einkommens- und Vermögenssteuern verzeichnen, 111000 Franken bei den Handänderungssteuern und 320000 bei den Grundstückgewinnsteuern. Auch Kirchberg vermeldet für 2016 Mehreinnahmen bei sämtlichen Steuerarten in der Höhe von 1,3 Millionen Franken – und gleichzeitig happige Minderausgaben, etwa bei den Schulgemeinden (400000 Franken), bei der Sozialen Sicherheit (120000 Franken) und beim Verkehr (370000 Franken). In Lichtensteig fielen erhebliche Mehrkosten in den schwer vorhersehbaren Bereichen Gesundheit (Pflegefinanzierung) und Soziale Wohlfahrt (Sozialhilfe) an.

Die Budgetierung ist ein komplizierter Prozess, doch bei aller Ungenauigkeit gilt: Fällt am Ende des Jahres der Rechnungsabschluss einer Gemeinde weit besser aus als budgetiert, so wird das kaum für Unzufriedenheit in der Bürgerschaft sorgen. Vor allem nicht, wenn in der Folge der Gemeinderat, wie etwa in Wattwil, eine Steuerfussreduktion beantragt.

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