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TOGGENBURG: Es ist vor allem ein Problem der grösseren Orte

Gewaltanwendung gegen Beamte ist in den kleineren Gemeinden in der Region sehr selten. Das zeigt ein Blick in die Kriminalstatistik der Jahre 2014 bis 2016.
Martin Knoepfel

Vertreter der Polizei beklagen immer wieder die zunehmende Gewalt gegen Angehörige der Polizei. Im ganzen Kanton waren es letztes Jahr laut Kriminalstatistik 187 Fälle. 2015 waren es praktisch gleiche viele – 179 – Verstösse gegen Artikel 285 des Strafgesetzbuches gewesen. Von 2014 – 124 Fälle – auf 2015 ist also ein starker Anstieg zu verzeichnen.

Wie ist nun die Situation im Toggenburg? Die Kriminalstatistik schlüsselt die Häufigkeit der Delikte nach Gemeinden und nach den Artikeln im Strafgesetzbuch (StGB) auf. Gewalt und Drohung gegen Beamte wird in Artikel 285 StGB behandelt. 34 Fälle gab es letztes Jahr in der Polizeiregion Fürstenland-Neckertal, nach 38 und 39 Fällen in den Jahren 2015 und 2014. Die Veränderungen sind also klein. 11 Fälle – etwa ein Drittel – ereigneten sich 2016 allein auf dem Gebiet der Stadt Wil. 2015 und 2014 waren es 14 und 18 Fälle.

Keine Einträge verzeichneten letztes Jahr die Gemeinden Hemberg, Oberhelfenschwil, Neckertal, Kirchberg, Lütisburg und Mosnang. Zwei waren es in Bütsch­wil-Ganterschwil. Für 2015 führt die Kriminalstatistik für die Toggenburger Gemeinden der Polizeiregion Fürstenland-Neckertal keine Verstösse gegen Artikel 285 StGB auf. 2014 waren es zwei Fälle gewesen, in Mosnang und Oberhelfenschwil.

Ein Drittel der Fälle aus den grössten Gemeinden

In der Polizeiregion Linthgebiet-Toggenburg weist die Kriminalstatistik letztes Jahr 24 Verstösse gegen Artikel 285 StGB aus. 2015 und 2014 waren es 16 und 14 Einträge gewesen. Von 2015 auf 2016 ist ein starker Anstieg zu verzeichnen. Allein in Rapperswil-Jona waren es letztes Jahr 9 Fälle. Aus dem grössten Ort der Polizeiregion Linthgebiet-Toggenburg stammt also gleich wie bei der Stadt Wil (Polizeiregion Fürstenland-Neckertal) ebenfalls rund ein Drittel der Fälle der Polizeiregion.

Keine solchen Fälle gab es in den Jahren 2014 bis 2016 in Ebnat-Kappel und Lichtensteig. In Nesslau waren es im Jahr 2016 drei Fälle, nach null Fällen in den Jahren 2014 und 2015. 2015 gab es in Wattwil einen Verstoss gegen Artikel 285 StGB, während es 2014 6 und 2016 4 Fälle waren. Bei Ebnat-Kappel, Lichtensteig und Nesslau steht jeweils eine Null in dieser Zeile der Kriminalstatistik.

In Wildhaus-Alt St. Johann gab es laut Kriminalstatistik in den letzten drei Jahren keine Fälle von Gewalt oder Drohungen gegen Beamte. Für sämtliche Toggenburger Gemeinden gilt für die Jahre 2014 bis 2016: Das häufigste Delikt ist der Diebstahl.

Toggenburg ist auf drei Polizeiregionen verteilt

Die Polizeiregion Fürstenland-Neckertal umfasst unter anderem die Toggenburger Gemeinden Bütschwil-Ganterschwil, Hemberg, Kirchberg, Lütisburg, Neckertal, Mosnang und Oberhelfenschwil. Zur Polizeiregion Linthgebiet-Toggenburg zählen das Linthgebiet sowie die Toggenburger Gemeinden Ebnat-Kappel, Nesslau, Lichtensteig und Wattwil. Die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann ist Teil der Polizeiregion Werdenberg-Sarganserland.

Der Artikel 285 des Strafgesetzbuches deckt allerdings nicht nur Gewalt und Drohungen gegen Polizisten ab, sondern auch gegen andere Mitarbeiter des Staates. Das sind etwa Personen, die im Steueramt oder in der Kinder- und Erwachsenenschutz-Behörde (Kesb) arbeiten. Darauf weist Hans Krüsi, Leiter der Medienstelle der Kantonspolizei St. Gallen, hin.

Martin Knoepfel

martin.knoepfel@toggenburgmedien.ch

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