TOGGENBURG: Entspannung vor den Festtagen

Zum Jahresabschluss und als Dank an Publikum, Gönner und Sponsoren stimmte die Musikgesellschaft Brunnadern mit ihrem Jahreskonzert auf die Vorweihnachtszeit ein – ein gelungenes Anti-Stress-Ereignis.

Peter Küpfer
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Harmonie in Hochform: Die Bläsergruppe intoniert Zettlers Tanz-Suite. (Bilder: Peter Küpfer)

Harmonie in Hochform: Die Bläsergruppe intoniert Zettlers Tanz-Suite. (Bilder: Peter Küpfer)

Peter Küpfer

redaktion

@toggenburgmedien.ch

Punkt 20 Uhr betraten die Instrumentalisten das Podium in der Kirche und setzten zu ihrem ersten Beitrag an, «Music from Frozen» in einem Arrangement von Johnnie Vinson. Bereits hier zeigten sich die starken Seiten der Formation unter der Leitung von Rahel Kunz. Einzelinstrumente und Register vereinigten sich zu einem schön gewobenen Klangteppich, von dem sich Solopartien harmonisch abhoben und zum Ganzen vereinten, ein Gesamteindruck, der bis zum letzten Titel vorhielt.

Präsident Ruedi Lieberherr bedankte sich in seiner Begrüssung beim zahlreich erschienenen Publikum und bei den Ehrengästen, darunter auch Markus Meier und René Sidler, Präsident und Vizepräsident des st.-gallischen Blasmusikverbandes, sowie Kreispräsident René Ehrbar. In den Dank schloss er auch die politischen und kirchlichen Gremien, die Passivmitglieder, Gönner und Sponsoren ein. Lieberherr erinnerte daran, wie wichtig ihre Unterstützung in vielerlei Form für die Vitalität des regionalen Musiklebens ist.

Abwechslungsreiches Programm

Das Programm vereinigte Besinnliches und Mitreissendes, alles in interessanten und anspruchsvollen Arrangements, die auch Bekanntes und Traditionelles neu erscheinen liessen. Mit «Abendstimmung» (arr. Jakob Bichsel) wurde der böhmischen Tradition mit lieblichen Melodien Tribut gezollt, mit «Conquest of Paradise» und «Flashdance» (beide Frank Bernaerts) der Majestät und dem Vollklang dramatischer Filmmusik. Weiter ging es mit «Coldplay Classics» aus der Feder von Michael Brown und Teilen aus einer für Blasmusik arrangierten Bearbeitung von Händels berühmter «Wassermusik», zweifellos eine der Herausforderungen des diesjährigen Programms. Triumphal dann die beiden Schlusstitel, zunächst der «Circle of Life» in der Version von Michael Sweeny. Moderatorin Lea Lindenbacher knüpfte daran den Wunsch, die im vergangenen Jahr durchlebten Kreise möchten sich an Weihnachten für alle beruhigend schliessen und das neue Jahr bereichernde neue Kreise eröffnen. An den Schlusstitel «Musik vereint» von Roger Ender schloss sich der nochmalige Dank des Präsidenten, diesmal vor allem an die Mitwirkenden und im Besonderen an die musikalische Leiterin Rahel Kunz, welche Ensemble und Solisten gut gelaunt und souverän durch den Abend geführt hatte. So sei das auch bei den Proben, führte der Präsident schmunzelnd an. Der besinnliche Zwischenteil wurde durch den Vortrag einer Bläsergruppe eingeleitet. Sie intonierten in schönem Zusammenspiel die harmonische «Tanz-Suite» von Richard Zettler. Dann war die Reihe am Wort. Marianne Wirz, im Ensemble besorgt sie zusammen mit ihrem Partner Sebastian Lieberherr (Drums) die Perkussion, trug ein besinnliches Weihnachts­gedicht von Dana Stoll vor. Es erinnerte daran, dass Weihnachten ihre Bedeutung nicht nur wegen der eintreffenden Geschenke habe, sondern auch als Besinnung auf den Frieden auf Erden. Hübsch war auch die Dialektgeschichte «Dr Wiehnachtsstärn» aus der Feder von Peter Reber. Auch sie machte auf den tieferen Sinn von Weihnachten aufmerksam, dass das Leuchten von Weihnachten nämlich nicht aus LED-Lampen gemacht sei, sondern vor allem aus innerer Freude. Davon haben die Musizierenden den Besuchern an diesem Abend viel mitgegeben.

Die Freude am Musizieren übertrug sich unter der Stabführung von Rahel Kunz sofort aufs Publikum.

Die Freude am Musizieren übertrug sich unter der Stabführung von Rahel Kunz sofort aufs Publikum.