TOGGENBURG: Ein Neustart nach 21 Jahren

Emil Hobi wechselt im Juli vom Walensee ins Obertoggenburg und wird im Herbst als neuer Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Oberes Toggenburg eingesetzt.

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Pfarrer Emil Hobi nimmt im Sommer eine neue Herausforderung im Obertoggenburg an. (Bild: PD)

Pfarrer Emil Hobi nimmt im Sommer eine neue Herausforderung im Obertoggenburg an. (Bild: PD)

«Ich schaue mit Dankbarkeit und Freude auf meine Zeit in den Pfarreien am Walensee zurück», sagt Emil Hobi. «Nach 21 Jahren möchte ich aber nochmals eine neue Herausforderung in einer anderen Region.» Im Juli wird Emil Hobi als Pfarrer der Seelsorgeeinheit Walensee zurücktreten. Die Wahl in allen Pfarreien vorausgesetzt, wird er im September als neuer Pfarrer der Seelsorgeeinheit Oberes Toggenburg eingesetzt. «Ich bin 58 Jahre alt, fit und motiviert, ich freue mich auf eine neue Herausforderung», bekräftigt Emil Hobi. «Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür.» Er freut sich auf seine neue Aufgabe im Obertoggenburg, auch wenn der Abschied von den Menschen und der Region schwer sein wird.

Das Toggenburg ist nicht fremd

Das Toggenburg ist Emil Hobi aus verschiedenen Gründen nahe. Nach der Priesterweihe im Jahr 1987 und verschiedenen Seelsorgeaufgaben als Kaplan und Pfarradministrator in der Region Zürichsee und im Appenzellerland wechselte er 1996 als ­verantwortlicher Pfarrer in den Seelsorgeverband Murg, Mols, Quarten. Sein Wirkungskreis vergrösserte sich stetig, im Jahr 2007 wurde ein langer Prozess mit der Errichtung der Seelsorgeeinheit Walensee abgeschlossen. Sie umfasst die Pfarreien Berschis-Tscherlach, Flums, Mols, Murg, Quarten und Walenstadt. Dass sich seine neue Seelsorgeeinheit in einem grossen Gebiet von Ebnat-Kappel bis Wildhaus erstreckt, stört ihn darum nicht, mehrere Pfarreien zu betreuen und Anfahrtswege zu haben, ist er gewohnt.

Ebenso wenig ist ihm die Toggenburger Mentalität fremd. Das Pastoraljahr absolvierte Emil Hobi in Wattwil. «Und im Militär, dem Geb Inf Rgt 35, habe ich mich mit den Toggenburgern immer gut verstanden», sagt er schmunzelnd. Und er nennt noch einen für ihn wichtigen Pluspunkt: «Ich könnte nicht irgendwo im Flachland arbeiten, die Berge würden mir zu sehr fehlen.»

In den Bergen ist Emil Hobi (1959) auch aufgewachsen, auf dem Flumserberg. Die Gymnasialzeit führte ihn weg von Daheim in die Marienburg Rheineck und nach Engelberg. Das Theologiestudium absolvierte er im Nachbarland Österreich, zuerst in Heiligenkreuz b. Wien. 1986 erlangte er an der Universität Wien den Master.

Es folgte ein Pastoraljahr in Wattwil und die Priesterweihe am 15. August 1986 durch Bischof Otmar Mäder. Die Primiz feierte Emil Hobi in Flums. In seinen ersten Jahren als Priester wirkte Emil Hobi in verschieden Pfarreien als Kaplan und als Pfarradministrator. Seit 2010 ist er als Landkanoniker Mitglied im Domkapitel des Bistums St. Gallen. Seine Freizeit verbringt der Priester nicht nur in den St. Galler-Bergen, sondern in anderer Weise in den österreichischen Alpen. Emil Hobi schreibt an der Universität Innsbruck seine Dissertation in Systematischer Theologie, dafür besucht er jeden Montag Vorlesungen in der Alpenstadt. (pd)