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TOGGENBURG: Der grösste Mast soll in Bazenheid stehen

Die SBB wollen im Toggenburg 1,4 Millionen Franken für ein moderneres Zugfunksystem investieren. Geplant sind unter anderem neue Antennenmasten mit Höhen von 81 bis 27 Metern.
Martin Knoepfel
Beim Bahnhof Lichtensteig ist ein Antennenmast geplant. (Bild: Martin Knoepfel)

Beim Bahnhof Lichtensteig ist ein Antennenmast geplant. (Bild: Martin Knoepfel)

Die SBB wollen die Bahnfunk­anlagen auf der Strecke von Wil bis Kaltbrunn modernisieren. Deshalb liegen Baugesuche für neue Funkantennen des GSM-R-Netzes in den Gemeindehäusern von Kirchberg, Bütschwil-Ganterschwil, Wattwil und Uznach öffentlich auf. Kaltbrunn gehört zur Gemeinde Uznach.

Investitionen von 1,4 Millionen Franken

Die SBB wollen insgesamt 1,4 Millionen Franken investieren. Die neuen Anlagen sollen zwischen dem dritten Quartal 2017 und dem ersten Quartal 2019 erstellt werden. In den Unterlagen für das Baugesuch versichern die SBB, dass sämtliche Antennen die Grenzwerte der Verordnung des Bundes über die nicht-ionisierenden Strahlen einhalten werden. Nicht-ionisierende sind nicht-radioaktive Strahlen.

Im Rickentunnel werde ein Strahlungskabel verlegt werden. Für die Strecke von Wil bis Uznach brauche es fünf Basisstationen. Die Antennen würden das Ortsbild nicht stören, da sie entlang der Bahnlinie aufgestellt würden, wo heute schon Fahrleistungsmasten stünden, heisst es im Baugesuch.

System ist nicht für Passagiere nutzbar

Der grösste Antennenmast mit einer Höhe von 27,4 Metern ist bei der Weiche des Anschlussgleises, das zur Kehrichtverbrennungsanlage in Bazenheid führt, geplant. Etwas nördlich des Soorparks in Bütschwil, rund einen halben Kilometer südlich des Bahnhofs Dietfurt und am Bahnhof Wattwil sind Antennenmasten von je ungefähr 20 bis 21 Metern vorgesehen. Beim Bahnhof Lichtensteig reicht laut Baugesuch ein Mast von 17,5 Metern Höhe. Beim Ostportal des Rickentunnels in Wattwil und beim Westportal in Kaltbrunn werden hingegen laut Baugesuch die bisherigen Antennemasten weiter verwendet, sodass es nur neue Geräteschränke braucht.

Die Schweiz habe sich verpflichtet, das auch in der EU übliche und speziell für Eisenbahnen entwickelte digitale Zugfunksystem GSM-R einzuführen. Das System sei bereits auf den Hauptstrecken im Einsatz, heisst es weiter im Baugesuch. Von der Medienstelle der SBB war zu erfahren, dass GSM-R der betrieblichen Kommunikation von und zum Zug dient. Das System sei für die mobilen Sprach- und Datendienste der Zugkommunikation gedacht. Bahnpassagiere können nach Auskunft der Medienstelle der SBB nicht mit den Smartphones via GSM-R telefonieren. GSM-R löse den Analogfunk ab, hiess es weiter.

Auflagefrist

Die öffentliche Auflage dauert noch bis zum 14. September.

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