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TOGGENBURG: 75 Franken pro Blitz

20000-mal schlug ein Radargerät im Thur- und Neckertal im letzten Jahr zu. Daraus ergaben sich fast 1,5 Millionen Franken an Bussgeldern. Der lukrativste Blechpolizist stand in Stein.
Ruben Schönenberger
Ob das Radargerät in Alt St. Johann ohne diese Warnung öfter zugeschlagen hätte? (Bild: PD)

Ob das Radargerät in Alt St. Johann ohne diese Warnung öfter zugeschlagen hätte? (Bild: PD)

Ruben Schönenberger

ruben.schoenenberger@ toggenburgmedien.ch

Plötzlich war das Radargerät in Stein komplett rot angemalt. Vielleicht hatte der Blechpolizist einen Autofahrer oder eine Autofahrerin erwischt, die mit der drohenden Busse nicht gut umgehen konnte. Die Kantonspolizei liess sich nicht beirren und sorgte für Ersatz. Das war im letzten Sommer. Nun ist klar, die Kosten zur Instandstellung dürfte der Blitzer locker wieder eingespielt haben. 744 820 Franken spülte die Anlage an Bussgeldern in die Kantonskassen. Damit war der Standort bei der Bushaltestelle Dorf in Stein der lukrativste im Toggenburg. Die Anlage in Ebnat-Kappel kommt mit 167 980 Franken auf Platz Zwei zu liegen.

Der Ebnat-Kappler Standort ist der einzige im Toggenburg, der mit einem fix installierten Messgerät versehen ist. Die anderen – also auch jener in Stein – sind semistationär. Das heisst, sie bleiben für einige Zeit stehen und werden danach an einen anderen Standort gebracht. So deckte der Kanton mit neun Geräten im vergangenen Jahr insgesamt 69 Standorte ab. Dass die Messstelle kurz vor dem Abzweiger in Richtung Umfahrung Ebnat-Kappel auf Platz Zwei der insgesamt neun Standorte im Toggenburg zu liegen kommt, mag erstaunen. Das dürfte indes vor allem daran liegen, dass dort so viele Autos vorbeifahren. Über eine Million Fahrzeuge passierten 2017 diesen Punkt. Mehr als doppelt so viele wie an jeder anderen Messstelle des Thur- und Neckertals.

In Alt St. Johann warnte ein Garagist

Auf Platz Drei der einträglichsten Toggenburger Blechpolizisten liegt jener an der Hauptstrasse in Alt St. Johann. Rund 120 000 Franken kamen hier zusammen. Vielleicht wäre der Betrag höher ausgefallen, hätte nicht ein Garagist mit dem Schild «Blitzfranken tanken» auf den Standort aufmerksam gemacht. Nicht ganz so ertragreich waren die Messungen in Brunnadern an der Hasel­ackerstrasse (21 040 Franken), an der Kirchberger Fürstenlandstrasse (26 060 Franken) und in Wattwil an der Rickenstrasse (73 400 Franken). Diese drei Radaranlagen sind die einzigen im Thur- und Neckertal, die unter der 100 000-Franken-Grenze blieben. Bemerkenswert sind weiter die rund 113 000 Franken, die im Kirchberger Industriegebiet Stelz an Bussengelder zusammenkamen. Dafür waren nur knapp 27 Tage nötig, an denen das ­Gerät aktiv war. Zum Vergleich: Für die rund 170 000 Franken in Ebnat-Kappel waren über 162 Tage ­nötig. Insgesamt wurden im Toggenburg 2017 rund 20 000 Autos geblitzt, dabei kamen beinahe 1,5 Millionen Franken an Bussgeldern zusammen. Das entspricht einer durchschnittlichen Busse von 75 Franken.

Platz 1 und 2 in der Nachbarschaft

Auch in unmittelbarer Umgebung des Toggenburgs wurde 2017 geblitzt. In Ricken zum Beispiel fielen Bussgelder von fast 860 000 Franken an, das ist Platz Zwei im kantonalen Vergleich. Übertrumpft wurde dieser Standort nur von jenem an der Wilerstrasse in Schwarzenbach. Dieser war am einträglichsten. Über 1,1 Millionen Franken brachte er ein (unsere Zeitung berichtete). Allerdings sind direkte Vergleiche schwierig, wie Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, gegenüber unserer Zeitung sagte. Die Anlagen seien jeweils unterschiedlich lange aktiv.

Im Industriegebiet Stelz in Kirchberg kamen in knapp 27 Tagen rund 11 (Bild: Hans Suter)

Im Industriegebiet Stelz in Kirchberg kamen in knapp 27 Tagen rund 11 (Bild: Hans Suter)

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