Tödlich und unheilbar

1990 trat Rinderwahnsinn oder BSE erstmals in der Schweiz auf. Danach wurden die Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit verschärft. So wurde die Verfütterung von Tiermehl an Nutztiere verboten und die Entfernung von Risikomaterial (Gehirn und Rückenmark) aus der Lebensmittelkette vorgeschrieben.

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1990 trat Rinderwahnsinn oder BSE erstmals in der Schweiz auf. Danach wurden die Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit verschärft. So wurde die Verfütterung von Tiermehl an Nutztiere verboten und die Entfernung von Risikomaterial (Gehirn und Rückenmark) aus der Lebensmittelkette vorgeschrieben. Weiter wurde die lückenlose Rückverfolgbarkeit der Nutztiere Pflicht. Bei der Entsorgung tierischer Nebenprodukte unterscheidet man K1-, K2- und K3-Material. K1-Material wird zu Brennstoff für Zementwerke oder zu Biodiesel verarbeitet. Aus K2-Material entstehen Biogas und Düngemittel. Das K3-Material sind Schlachtabfälle, die aus gesetzlichen oder wirtschaftlichen Gründen nicht zu Lebensmitteln verarbeitet und teilweise für Heimtiernahrung verwertet werden. Das Risiko der Verschleppung von BSE ist bei K1-Material am höchsten und bei K3-Material am tiefsten. BSE ist seit 1986 in Grossbritannien bekannt und wird durch falsch gefaltete Eiweisse ausgelöst. Für die Verbreitung ausschlaggebend war, dass ungenügend erhitztes Fleischknochenmehl an Wiederkäuer verfüttert wurde. BSE ist unheilbar und tödlich und kann vom Tier auf den Menschen übertragen werden, wo es eine neue Form einer ebenfalls tödlichen Hirnkrankheit auslöst. (mkn)