Todesfalle für Wildtiere

AUSSERRHODEN. Grosse Feuer, die die Menschen am Nationalfeiertag erfreuen, haben auch eine dunkle Seite: jährlich verbrennen unzählige Tiere wie Igel, Blindschleichen, Salamander, Schlangen, Mäuse und Kröten in den aufgeschichteten Holzhaufen.

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Feuerwerke können für Tiere eine Gefahr sein. (Bild: Reto Martin)

Feuerwerke können für Tiere eine Gefahr sein. (Bild: Reto Martin)

AUSSERRHODEN. Grosse Feuer, die die Menschen am Nationalfeiertag erfreuen, haben auch eine dunkle Seite: jährlich verbrennen unzählige Tiere wie Igel, Blindschleichen, Salamander, Schlangen, Mäuse und Kröten in den aufgeschichteten Holzhaufen. Diese bilden für viele Wildtiere einen vermeintlich sicheren Unterschlupf und Eiablageplatz – zum Beispiel für Ringelnattern, die genau in dieser Zeit geeignete Orte für ihre Gelege suchen. Am Abend des Nationalfeiertags blockiert die plötzliche Ansammlung von Menschen den Fluchtweg für die Tiere. Sie können dem Feuer nicht entrinnen. Mit etwas Umsicht und richtiger Vorbereitung kann dieser qualvolle Tod aber vermieden werden. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, die Tiere zu schützen: Das gesammelte Holz wird erst am Tag des Abbrennens, also am 1. August, auf- oder zumindest umgeschichtet. Sobald eine Nacht dazwischen liegt können sich nachtaktive Tiere darin verkriechen. Sie lassen sich leider weder durch Lärm noch durch Stochern verscheuchen. Diese Methode eignet sich nur für kleinere und mittelgrosse Feuer; grosse Holzhaufen werden meist mehrere Wochen im voraus aufgeschichtet. Um den Holzhaufen wird ein Schutzzaun errichtet. Dieser verhindert, dass sich Tiere im Haufen verstecken. So ein Zaun wird erst kurz vor dem Abbrennen entfernt. Diese Methode eignet sich für grosse Feuer. Dieser Schutzzaun muss 30 bis 40 cm hoch sein. Gut eignen sich auch Amphibienschutzzäune wie sie jeweils im Frühjahr entlang von Strassen errichtet werden. (pd)

Weitere Informationen finden sich in einem Merkblatt des Schweizer Tierschutzes STS: www.sts@tierschutz.com. Es ist auch zu bestellen unter Telefon 061 365 99.