Titelverteidigung misslingt

Sandra Graf wird an den Paralympics Achte im Zeitfahren. Die Enttäuschung der Gaiserin hält sich in Grenzen.

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Das Streckenprofil des Zeitfahrens in Rio kam Sandra Graf nicht entgegen. Bild: uhu (Bild: ALEXANDRA WEY (KEYSTONE))

Das Streckenprofil des Zeitfahrens in Rio kam Sandra Graf nicht entgegen. Bild: uhu (Bild: ALEXANDRA WEY (KEYSTONE))

Seit bekannt war, dass Sandra Graf an den Paralympics in Rio de Janeiro gegen die knienden Fahrerinnen der Klasse 5 (tieferer Behinderungsgrad) antreten muss, nach der Streckenbesichtigung und aufgrund des Profils rückte die Titelverteidigung für die Gaiserin in weitere Ferne.

«Im Kampf um die Medaillen war ich chancenlos. Damit muss ich mich abfinden. Frustrierend und ärgerlich ist es trotzdem», resümierte die von ihrer Familie begleitete Goldmedaillengewinnerin von London 2012. Die Podestplätze gingen durchwegs an kniende Fahrerinnen.

Heikle Spitzkehren zu meistern

Graf sagt: «Ich bin schon zu Beginn nicht richtig ins Fahren gekommen. Zusätzlich wies der Parcours zwei kaum rennmässig zu befahrende Spitzkehren aus. In beiden Kurven bin ich auf den Pflastersteinen weggerutscht und fast gestürzt. Jedes Mal wieder neu ankurbeln brauchte Zeit und Kraft. Es ist ein Tag zum Vergessen.» Und was bedeutet dies für das Strassenrennen? «Schwierig zu sagen. Ich werde im Feld mitfahren. Auf diesem Kurs wegzukommen, ist fast unmöglich. Es dürfte zu einem Sprint kommen. Aber ich werde sicher alles versuchen.» (uhu)