Tips zum Schutz vor Einbruch

DIETFURT. An der Hauptversammlung des Spitex-Vereins Bütschwil-Ganterschwil-Mosnang gab Bruno Metzger, Leiter der Sicherheitsberatung der Kantonspolizei St. Gallen, auf unterhaltsame Art wertvolle Tips zur Sicherheit im Alltag.

Lisa Leisi
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Misstrauen, Vorsicht und eine Portion Wachsamkeit gilt als beste Prävention für Einbruchsdelikte. (Bild: fotolia)

Misstrauen, Vorsicht und eine Portion Wachsamkeit gilt als beste Prävention für Einbruchsdelikte. (Bild: fotolia)

Präsident René Bächler leitete am Dienstagabend im Restaurant Rössli die Hauptversammlung. In seinem Jahresbericht verwies er auf den steigenden Bedarf an medizinischen Leistungen vor Ort. Im Jahr 2014 entfielen in diesen Bereich 3946 Stunden, während für den hauswirtschaftlichen Teil 1268 Stunden aufgewendet wurden. Dafür arbeiteten die dreizehn Mitarbeiterinnen im letzten Jahr täglich 141/2 Stunden. Die Spitex entspreche klar einem echten Bedürfnis und mildere allgemein den zunehmenden Hausärztemangel. Besonders erfreut zeigte sich der Präsident bei der positiven Jahresrechnung über die grosszügigen Einnahmen durch Spenden und Legate.

Anwesenheit vortäuschen

Im Anschluss an die Hauptversammlung informierte Bruno Metzger zuerst kurz über die allgemeinen Aufgaben der Kantonspolizei und einen sinnvollen Umgang mit den Notrufnummern. Dann gab er mit vielen praktischen Beispielen und Humor wichtige Anweisungen, wie sich insbesondere, aber nicht nur, ältere Menschen vor Einbrüchen, Taschen- und Trickdiebstählen schützen können. «Ein Einbruch im Privatbereich ist sehr einschneidend», betonte der Sicherheitsberater. Dies erkläre, weshalb trotz abnehmender Zahlen Einbrüche das Thema Nummer eins bleiben. Dabei riet er, Anwesenheit vorzutäuschen und dazu ein Licht brennen sowie den Briefkasten leeren zu lassen und regte zur gegenseitigen Nachbarschaftshilfe an. Wenn man einen Einbrecher bemerke, sollte man sich ihm keinesfalls in den Weg stellen, sondern sich zurückziehen. Neben Tips zum richtigen Verhalten an der Haustüre riet er, einen «Spion» in Haustüren ohne Sicht einbauen zu lassen. Auch ein Sperrbügel leiste gute Dienste. Ein wichtiges Thema waren zudem die stark zunehmenden Taschen- und Trickdiebe. Anhand eindrücklicher Szenen von Überwachungskameras in Läden sensibilisierte er für die Gefahren und richtiges Verhalten beim Einkaufen. So bergen Handtaschen und Geldbeutel in Einkaufswagen Risiken. Deshalb regte er an, seine Ratschläge an Bekannte weiterzusagen. Bruno Metzger erläuterte auch das Vorgehen von Trickdieben beim Geldabheben und Hilfsanfragen und bezeichnete das Verlassen der Bank mit einem gut sichtbaren weissen Couvert als direkte Kundgebung: «Hey Leute, ich habe Geld bezogen.»

Geschickte Täuschung

Zu den Enkeltrickbetrügern erklärte er typisches Vorgehen folgendermassen: «Die Täter telefonieren kurz vor dem Mittag, sprechen insbesondere ältere Frauen an und verwickeln diese in ein intensives emotionales Gespräch.» In deren Verlauf bekommen sie alle nötigen Informationen. Bruno Metzger ermahnte deshalb, niemals Geldübergaben am gleichen Tag vorzunehmen, sich Hilfe zu holen bei echten Angehörigen, die Bank und die Polizei sowie richtige Enkel umgehend anzurufen. Abschliessend bekräftigte der Sicherheitsberater seine Ausführungen mit dem Aufruf zu mehr Misstrauen, Vorsicht und Wachsamkeit als beste Prävention.